Episode #2 mit Christina Schenck und Andrea Petković: Sportmarketing aus zwei Perspektiven

Shownotes

Wie entsteht eine Partnerschaft, die für Marke und Athletin funktioniert? Christina Schenck, Leiterin Digital & Communications und Investor Relations der Mercedes-Benz AG, spricht über die Rolle des Sports in der Markenstrategie, die Partnerschaft mit der WTA und die Bedeutung von Markenfit, Reichweite und Aktivierung. Andrea Petkovic, siebenmalige WTA-Siegerin, zeigt die andere Perspektive: Sponsoren als Teil des professionellen Umfelds, Athletinnen als eigene Marken und die wachsenden Anforderungen abseits des Courts.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Matchplan Sport Marketing, dem Podcast von Horizont & Fischer Abhalt.

00:00:11: In diesem Podcast gehen wir der Frage nach welche Rolle Sport Marketing heute spielt?

00:00:16: Warum Unternehmen in diesen Markt investieren?

00:00:19: Was funktioniert – was vielleicht auch kritisch hinterfragt werden muss?

00:00:24: Mein Name ist Bettina Sonnenschein.

00:00:26: Ich bin leitende Redakteurin für Sport Marketing bei Horizont Und gemeinsam mit meinem Co-host Michael Schillinger sprechen wir hier über dieses spannende Feld zwischen Wirtschaft, Medien und Gesellschaft.

00:00:39: Über das Business rund um den Sport.

00:00:42: Hallo Michael!

00:00:45: Wir haben ja heute zwei wirklich tolle Gäste im Gespräch.

00:00:48: Magst du sie kurz mal vorstellen uns mal kurz sagen wer uns die Ehre gibt?

00:00:53: Kurzer Disclaimer dazu.

00:00:55: Eine der Damen muss heute ein bisschen früher weg, aber wir werden die Zeit nutzen mit ihr, die wir

00:01:00: haben.".

00:01:01: Ja vielen Dank!

00:01:02: Wir haben heute tatsächlich einen Doublefeature wie man neudeutsch sagen würde.

00:01:06: Wir freuen uns sehr dass wir heute mit Christina Schenk sprechen dürfen.

00:01:10: Sie ist bei Mercedes-Benz Group AG.

00:01:12: dort ist sie Leiterin Digital and Communications sowie Investor Relations.

00:01:18: Man könnte glaube ich sagen, sie ist CMO.

00:01:20: Sie verantwortet also das globale Marketing die Kommunikation und die digitale Markenführung sowie das Thema Investor Relations.

00:01:27: Wir freuen uns sehr dass wir hier über Mercedes-Benz und Sportmarketing sprechen können.

00:01:33: Und auf der anderen Seite haben wir eine sehr erfolgreiche Tennis Spielerin bei uns im Raum nämlich Andrea Petkovic.

00:01:41: Sie ist siebenmalige WTA Tour Gewinnerinnen unter anderem Deutsche Meisterin Karriere nach der Karrierei, sehr vielseitig unterwegs und erfolgreich.

00:01:51: Sie ist Buchautorin, Moderatorin, sie hat einen sehr erfolgreichen Podcast.

00:01:55: Können Sie auch sicherlich als Influencerin bezeichnen?

00:01:58: Und vielleicht sogar seid ihr im Gewinn bei.

00:02:00: Wer stielt mir die Show mit Joko und Glas als TV-Unterhalterin?

00:02:04: Freuen uns sehr!

00:02:06: Wir steigen direkt ein in unsere gemeinsame Folge.

00:02:09: Herzlich willkommen!

00:02:15: Schön dass Ihr beide da seid, freuen uns sehr.

00:02:17: Erste Frage an die Christina Schenk ist an die ungewöhnliche Konstellation jetzt hier im Raum mit Andrea Petkovic und dir von Mercedes-Benz.

00:02:24: Wie kommt es denn zu der Konstellations?

00:02:26: Warum sitzen wir heute in einem Raum gemeinsam?

00:02:28: Ja, also als ehemalige Spitzensportlerin würde ich sagen und Vertreterin des Tennis Sports und mit unserer Passion und Leidenschaft für Tennis, die wir uns wieder neu ins Leben gerufen haben mit der Partnerschaft mit der WTA Denke ich, das ist eine gute Konstellation die Andrea mit in unsere Mercedes-Benz Familie zu bringen.

00:02:47: Ich glaube Tennis steht wie keine andere Sportart für Leidenschaft, für Passion, für Ehrgeiz, für Disziplin und so viele Werte, die wir auch als Mercedes Benz verkörpern.

00:02:58: Von daher ist diese Partnerschaft sehr wichtig für uns und gelungen und wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

00:03:04: Auf die WTA kommen wir gleich nochmal ein bisschen genauer zu sprechen.

00:03:08: Vielleicht, Christina kannst du uns zum Anfang noch mal ein bisschen erzählen wie das Sportengagement von Mercedes-Benz eigentlich generell aussieht?

00:03:16: Da gibt es ja schon sehr viel und sehr lange Zeit diverses.

00:03:21: Ja, Sport ist natürlich ein Spielfeld für uns in unserer Markenstrategie, Marketingstrategien auch in den Aktivierungen.

00:03:29: Es ist ein wichtiges Feld warum es so wichtig ist für uns weil die Kunden die Marke heute nicht mehr rein über das Produkt erleben sondern tatsächlich über persönliche Begegnungen Über Erlebnisse, die wertvoll sind.

00:03:42: Die nachhaltig sind, die nachklingen und da bietet Sport einfach so viel Emotionen, so viel Raum für Interaktion auch mit der Marke.

00:03:50: Wichtig für uns ist natürlich immer dass unsere Markenwerte für das was wir stehen dann auch im Sport verkörpert wird.

00:03:56: und in den Feldern sind wir aktiv Und neben vielen anderen Sportarten natürlich Formel eins liegt es sehr am Herzen Und die WTA natürlich, weil es jetzt uns auch noch mal die Möglichkeit gibt den Frauen Sport ein bisschen mehr in den Mittelpunkt zurück.

00:04:14: Also von daher sind wir sehr happy über das Engagement was wir jetzt... letztes Jahr im Dezember begonnen haben und dann tolle Persönlichkeiten, sehr authentische Persönlichkeit für sage ich mal die Sichtbarkeit dieser Interaktion auch gewinnen können.

00:04:28: Und neben Formel eins und Tennis müssen wir da noch andere Spannern anbieten?

00:04:32: Klar, Golf ist natürlich super wichtig!

00:04:34: Das ist für uns relevant insbesondere mit den Masters und The Open.

00:04:39: Das gibt uns eine große Überlappung sozusagen mit unseren Zielgruppen.

00:04:43: das ist klar.

00:04:44: Wir schauen immer darauf wie können wir Reichweite generieren?

00:04:47: Wir können die Marke sichtbarer machen.

00:04:49: Aber natürlich auch, wo haben wir gemeinsame Erlebnisse, die wir schaffen können für unsere Zielgruppen?

00:04:55: Das ist ganz wichtig.

00:04:57: aber dann mit der Emotionen und Freude daran.

00:05:00: Und das bietet uns Golf genauso gut.

00:05:02: da sind wir sehr engagiert.

00:05:03: als regional verwurzelte Marke ist natürlich für uns Standortmarketing auch sehr wichtig.

00:05:09: Boss Open ist ein Beispiel, aber der VfB ist direkt vor unserer Haustür und dementsprechend engagieren wir uns weiter hin.

00:05:17: Also eine ganz breite Range.

00:05:19: Tennis haben wir gesagt wollen wir heute ja so ein bisschen in den Vordergrund stellen und da sind jetzt schon so ein paar Stichpunkte gefallen, Frauen etwas fördern, Tennis- und Markenwerte verbinden

00:05:29: etc.,

00:05:30: kannst du vielleicht noch mal ein bisschen intensiver erklären wie genau der strategische Hintergrund für so ein Unternehmen wie Mercedes Benz ist wenn es sich entscheidet?

00:05:39: Wir gehen in die WTA!

00:05:41: Genau, also natürlich müssen wir erstmal schauen inwieweit passen die Werte der Organisation mit der wir in dem Fall mit der WTA eine Partnerschaft eingehen zu unserer Marke.

00:05:52: Wie ist der Brandfit sozusagen?

00:05:54: Und ich glaube da haben wir auf globaler Ebene eine Organisation mit dieser WTA, die internationale Strahlkraft hat und die international aufgestellt ist und da auch eine gute Struktur bietet um dann wiederum lokal in den Märkten wo wir aktiv sind, wo wir unsere Fahrzeuge verkaufen und da natürlich auch sehr stark mit Kunden interagieren, dann diese Engagements auch lokal aktiviert zu bekommen.

00:06:17: Also das ist total wichtig, diese globale Plattform und dann die Möglichkeit, lokal Erlebnisse zu schaffen, mit den Kunden reinzubringen, Händler reinzubringen, Partner reinzubringen – mit potentiellen Kunden zu kommunizieren.

00:06:30: Nicht jeder, der die Marke toll findet fährt jetzt automatisch ein Mercedes und das ist auch gar nicht der Anspruch.

00:06:34: Aber noch nicht vielleicht?

00:06:37: Genau!

00:06:38: Das bietet uns natürlich eine gute Möglichkeit da mit den Emotionen, mit Tennis als verbindenden Faktor sozusagen unsere Zielgruppen zu erreichen.

00:06:47: Wenn du sagst Werte kann man dir ein bisschen genauer fassen wie

00:06:51: heißen

00:06:52: diese Werte?

00:06:52: was ist das?

00:06:53: Paar

00:06:53: hat dich schon genannt.

00:06:54: ich glaube was man im Sport, im Spitzensport benötigt ist vor allem Disziplin an der Ecke schon mal wenn nicht mit Niederlagen umgehen kann, also auch das Thema Resilienz.

00:07:03: Wenn man nicht immer wieder aufsteht oder einmal mehr aufstehe als dass man umgefallen ist dann dann ist es schon mal schwierig würde ich sagen grundsätzlich natürlich die Exzellenz wenn ich nicht in der Lage bin Spitzenleistung zu bringen in dem Moment wo's drauf ankommt dann bin ich glaube ich auch nicht gut aufgestellt.

00:07:20: Und wir natürlich mit unserem Anspruch im Premium-Segment, da natürlich auch jeden einzelnen Move im Tennis sage ich jetzt mal oder jedes einzelne Feature im Fahrzeug muss perfekt aufeinander abgestimmt sein.

00:07:34: Da muss alles stimmen und dieser Einklang sozusagen... im Fahrzeug nicht nur durch die technischen Features, auch wie fühlt sich das für den Kunden an?

00:07:41: Was ist das Erlebnis und ähnliches, dass es ja auch übertragbar auf den Tennis oder einen Spitzensportler.

00:07:46: Und wir glauben, das passt sehr gut zusammen!

00:07:48: Also ist es aber schon auch so was du hast ja auch Golf erwähnt, dass Tennis an sich ein bisschen als Premium Sport gilt.

00:07:56: Da kann man die Werte ganz gut übereinander legen.

00:07:59: Ja, ich würde es nicht als elitär beschreiben.

00:08:03: Es ist schon glaube ich sehr erreichbar und nahbar.

00:08:06: das was wir als Marke ja auch verkörpern wollen.

00:08:09: Approachability sagen wir immer so schön.

00:08:11: aber die Nahbarkeit der Marke, die Erlebbarkeit und auch das ist Tennis für mich weil man braucht nicht besonders viel Ausstattung Man kann relativ einfach mit einem Tennischläger auf dem Platz gehen und spielen.

00:08:22: Und dieses Erlebnis wollen wir auch als Markel verkörpern und ich glaube da passt es ganz gut zu

00:08:27: sagen Du hast auch den Begriff Emotionen gerade schon ins Spiel gebracht.

00:08:35: Wie ist denn vielleicht so das Verhältnis im gesamten Marketing-Mix?

00:08:40: Welchen Anteil hat Sport da jetzt gar nicht mal nur auf Tennis bezogen, sondern Sport an sich?

00:08:47: Das ist natürlich eine sehr,

00:08:48: sehr wichtige

00:08:49: Säule für uns.

00:08:50: Eine Säuble von vielen und das ist natürlich das Zusammenspiel aus den einzelnen Säulen die dann am Ende entscheidend ist.

00:08:56: aber natürlich habe ich über Sport eine sehr internationale Fanbase sage ich mal eine große Reichweite.

00:09:04: Ich hab auch und das schauen wir uns natürlich an haben wir uns bei der WTA angeschaut eine große Überlappung an potentiellen Zielgruppen.

00:09:10: ja dass heißt Die Leute interessieren sich für Tennis, die interessieren sie aber auch für Automotive.

00:09:15: Da brauche ich natürlich eine gewisse Überlappung weil wenn ich jetzt den Ball in die falsche Richtung spiele dann kommt da nicht an ist klar.

00:09:21: also das schauen wir schon sehr stark wie groß sind da die überlappungen passt das zusammen und dann wiederum kann ich damit natürlich sehr viel Reichweite schaffen.

00:09:31: Wir kommen an unsere Zielgruppen dran.

00:09:33: An dem Punkt, wenn sehr viel Emotion im Spiel ist – ich glaube das ist total wichtig dieses Erlebnis!

00:09:38: Es geht ja über das Produkt hinaus sondern wir wollen unsere Zielgroupen erreichen, wenn sie emotional aufgeladen sind und das ist natürlich toll in so einem Event bei so einem Spiel wie beispielsweise Tennis.

00:09:48: Ich

00:09:48: habe eine Anschlussfrage.

00:09:49: Das heißt ne globale Partnerschaft mit der WCA?

00:09:52: Wie wichtig ist es für euch dass die Märkte mitziehen also der chinesische Markt, den US-Markt andere Märkte?

00:09:58: Checkt ihr da, dass die auch alle mit an Bord sind?

00:10:01: Das haben wir natürlich vorher abgestimmt.

00:10:03: Es ist klar, dass wir da jetzt nicht eine Entscheidung aus der Zentrale heraus treffen und die Märkte sagen ich brauche hier was ganz anderes lokal.

00:10:09: Die sehen auch die Notwendigkeit und sie sehen auch diese Relevanz von Tennis in ihren einzelnen Märkten.

00:10:15: und das für uns essentiell natürlich, dass sie mitspielen ... äh...mitspilen!

00:10:21: Dass es

00:10:22: die an Bords sind weil wir können natürlich diese globale Infrastruktur nur relevant machen, wenn dann lokal in den Märkten auch die Events stattfinden.

00:10:31: Die dann die Zielgruppen erreichen.

00:10:33: das heißt es ist super super wichtig dass wir da im Einklang stehen wie mit der WTA als globale Organisation aber lokal natürlich auch unsere Landesgesellschaften mit dem Turnier verantwortlichen vor Ort.

00:10:45: Ich würde noch mal gerne auf den Begriff Reichweite zurückkommen.

00:10:48: Du bist ja auch eine Frau der Finanzen, also die sind ja auch nicht ganz fremd und wir wissen alle wenn Budget in solche Geschichten gesteckt wird irgendwann fragt jemand was ist denn eigentlich rausgekommen dabei?

00:11:00: Was setzt ihr dafür Messwerte an?

00:11:02: Weil Emotionen an sich immer so ne Frage wie man die eigentlich...

00:11:07: Ja das ist total wichtig weil wir natürlich nur investieren wenn wir auch einen Return on Invest haben.

00:11:11: Das ist klar.

00:11:12: deshalb gucken wir uns doch sehr genau an.

00:11:13: welche Partnerschaften funktionieren für uns, was stärkt die Marke?

00:11:18: Was zahlt auf die Marcke ein.

00:11:20: Nur eine Partnerschaft, die kurzlebig ist und konsumiert wird – das ist nicht unser Ansatz, es ist auch nicht das Richtige.

00:11:26: Deshalb ist erstmal in der Analyse wer sind überhaupt Partner, die infrage kommen.

00:11:31: Schauen wir uns dann natürlich sehr stark an wie groß ist die Plattform?

00:11:34: für Was bietet uns so ein Turnier?

00:11:37: Vielleicht auch vor Ort für Möglichkeiten, Test Drives mit einzubinden.

00:11:41: Leads zu generieren

00:11:42: etc.,

00:11:42: das ist selbstverständlich weil wir brauchen den Business Impact natürlich auch und je mehr ich den messen kann desto mehr kann sich diese Partnerschaft quantifizieren oder die Relevanz nochmal viel deutlicher herausstellen.

00:11:56: Aber natürlich ist uns auch bewusst vor allem in Zeiten wo der Wettbewerb stark ist, wo vielleicht die Industrie in einer Transformation ist dass die Marke ein wesentlicher Treiber ist.

00:12:05: Die Marke ist super super relevant für uns, die ist weltweit bekannt.

00:12:08: Wir wissen das wir unter den Top ten Marken laut Interbrand natürlich geführt werden.

00:12:13: Das heißt ums es auch sehr bewusst dass wir in die Marcke investieren müssen.

00:12:16: Das bedeutet dass man für die Zielgruppen die Marque erlebbar macht, dass man nahbar ist als Marke, dass Zielgruppen auch etwas mit uns als Markel mit dem Stern verbinden können.

00:12:26: Und wenn wir Plätze suchen wie beispielsweise Tennis Turnier, Golf Turnier dann sind da sehr viel Emotionen im Spiel.

00:12:32: Dann fällt es deutlich leichter da auch sagen ich mal markenrelevante Erlebnisse für unsere Zielgruppen zu schaffen.

00:12:40: das heißt Wir gucken sehr stark natürlich Reichweite und dann halt vor Ort.

00:12:43: in welche Kunden erreichen wir potenziell?

00:12:45: Welche Zielgruppe?

00:12:45: welche Lieds können wir generieren?

00:12:47: Können wir Testfahrten anbieten?

00:12:48: Wie können wir quasi weitermachen oder daran anschließen?

00:12:52: Und fast schon letzte Frage.

00:12:54: Wir haben es am Anfang gesagt, die Zeit brengt heute ein bisschen.

00:12:57: Kannst du noch kurz schildern ob das Ganze auch nach innen wirkt im Unternehmen?

00:13:02: Das macht doch was mit den Mitarbeitern.

00:13:03: Absolut!

00:13:04: Also man darf nicht glauben dass wir das alles nur tun um unsere Audience draußen zu begeistern.

00:13:09: Das wollen wir natürlich und das tun wir mit großer Leidenschaft.

00:13:12: aber natürlich wirkt es auch nach Innen.

00:13:14: Das ist ja klar.

00:13:14: also jeder der hier durch die Tür unten läuft Der ist natürlich auch stolz für die Marke zu arbeiten.

00:13:22: seine Leidenschaft hat, in diese Marke rein.

00:13:24: Und wenn man zeigen kann auch intern welche Strahlkraft die Marke hat mit wem wir zusammenarbeiten was das für Mitarbeiter auch bedeuten kann.

00:13:34: ich glaube dann ist es nochmal ein ganz schöner Motivator.

00:13:37: auch intern

00:13:38: durch die Tür unten laufen ist fast schon das perfekte Abschlusswort.

00:13:43: Christina Wir müssen uns leider schon wieder von dir verabschieden.

00:13:46: Es war ein schneller aber guter Ritt finde Ich.

00:13:49: oder wie sagt Man Run über den Tennis Court Deine Termine laufen weiter, aber wir freuen uns total, dass du uns wenigstens ein paar Minuten heute geben konntest.

00:13:59: Schön das ihr hier wart!

00:14:00: Viel Spaß mit Andrea und

00:14:02: wir sehen

00:14:05: uns!

00:14:05: Okay, Andrea dann kommen wir mal zu dir.

00:14:07: Ohne Athletinnen wie dich gäbe es ja diese Plattform nicht.

00:14:10: Also die Plattform die jetzt Christina beschrieben hat und wie sie bespielt wird.

00:14:14: Sie suchen Reichweite, sie suchen Emotionen.

00:14:17: dafür sorgt ihr die Athletinnen.

00:14:19: Ihr begeistert die Fans.

00:14:20: mit dir wollen wir jetzt darüber sprechen vor allem was dieser Zirkus außen rum mit euch Protagonistinnen macht also mit Athleten.

00:14:29: letztendlich glaube ich dass ihr heutzutage mehr können müsst als nur sehr gut Tennis zu spielen weil es eben diese Anforderungen gibt und diese Anfordernungen wiederum bringen ja wiederum auch Geld in das System.

00:14:40: Erste Frage, du warst sehr talentiert?

00:14:42: Offensichtlich, wenn ich richtig informiert bin war dein Vater auch schon Davies Cup-Spieler und du beginnst als Kind.

00:14:48: Du hast Bewegungsfreude, du hast ein Bewegungstalent.

00:14:50: so gewinnst deine ersten Turniere wahrscheinlich sehr sehr früh schon unter zehn wahrscheinlich schon und irgendwann merkst du ja das könnte wohin führen?

00:14:58: Und ab welchen Alter hast du den wahrgenommen dass es neben dem?

00:15:02: Ich liebe Tennis und ich will Tennis spielen und mein Trainer erklärt mir jeden Tag was Tennis ist.

00:15:06: Ab wann hast du mitbekommen?

00:15:07: gibt dieses drum herum und was hat es mit dir gemacht?

00:15:10: Sehr gute Frage.

00:15:11: Also ich glaube bei mir war es ein bisschen anders als vielleicht bei anderen Sportlerinnen aus dem einfachen Grund, dass meine Eltern nach Deutschland kamen kurz bevor der Jugoslawienkrieg damals ausbrach und bis sich Vierzehn war kein deutschen Pass hatte.

00:15:25: das heißt ich konnte gar nicht an so vielen Turnieren teilnehmen.

00:15:28: Ich glaub heutzutage wurden die Regeln vom Deutschen Tennis Bund etwas geändert aber damals durften nur zwei Ich hieß es Ausländer und Ausländernin an einem Turnier teilnehmen.

00:15:38: Und wenn du dich nicht rechtzeitig angemeldet hast oder jemanden kannte, wurdest du quasi nicht zugelassen.

00:15:43: Das heißt erst mit vierzehn habe ich meinen deutschen Pass bekommen und durfte dann an so vielen Turnieren in Deutschland teilnehmen wie ich Lust hatte und wie viel ich auch spielen wollte.

00:15:52: Und ich wurde dann relativ schnell ein Jahr später Deutsche Meisterin und dann war eigentlich schon volle Fahrt voraus.

00:15:58: Auf der anderen Seite war das eine super Ausbildung zu kapieren – ah man ist auf andere Leute!

00:16:04: angewiesen, auch wenn das ein Einzelsport ist.

00:16:06: Man braucht einen Verband der bei Turnieren anbeldet man braucht Geld um zu den Turnieren hinzufahren weil das war eben auch der Grund.

00:16:13: ich konnte nicht einfach willentlich meine Eltern hatten nicht so viel Geld dass sie einfach willentlich irgendwo hinfahren konnte wo es eben nicht so viele Ausländer in Anführungszeichen gab die Teilnahmen sondern Ich war darauf angewiesen in Hessen und um Darmstadt herumzuspielen wo ich mit meiner Familie wohnte.

00:16:29: Und ich glaube dass deswegen relativ schnell bei mir perspektivisch klar war muss schnell Geld verdienen, wenn ich das professionell betreiben will oder ich bin auf Partner und Partnerin angewiesen die mich unterstützen.

00:16:41: Und ich glaube so dass kindliche Gehirn, wenn man einmal gut ist dann möchte man es einfach immer wiederholen.

00:16:47: und als sich da deutsche Meisterin wurde wollte ich dann quasi jede Woche Turnier spielen, jede Woche gewinnen, dann kam leider Angie Kerber um die Ecke Und dann wurde es deutlich schwerer Turniere zu gewinnen, weil sie war auch richtig, richtig gut.

00:17:01: Wie alt

00:17:01: warst du da als du deutsche Meisterin gewonnen hast?

00:17:03: Ähm...

00:17:04: vierzehn oder fünfzehn.

00:17:05: Genau, vierzehne und fünfzehnt.

00:17:08: Also relativ schnell, nachdem ich meinen deutschen Pass hatte.

00:17:10: Ich weiß nicht, habe mein deutschen Pass mit vierzehn bekommen und dann ging das relativ so drei, vier Monate vielleicht später genau.

00:17:15: Und dann kam aber auch wahrscheinlich schon relativ schnell die ersten Sponsoren.

00:17:18: und da ist die Frage wie wichtig sind denn dann Sponsore für den Sport?

00:17:21: Die Turniere und vor allem für dich als Spielerin?

00:17:24: im Endeffekt bist du ja eine Einzelunternehmerin also durchs Kosten.

00:17:27: Du brauchst einen Trainer ein Physio Reisekosten.

00:17:29: Du weißt nicht ob man Preiskelder gewinnt welche Rolle spielen da Sponsorinnen eben heranwachsen und dann auch auf den Profizirkus.

00:17:36: Im Tennis sind sie unabdingbar, also ich glaube vielleicht kann man in anderen Sportarten noch... Geht eigentlich auch nicht mehr, vor allem nicht so wie Sport und Leistungssport.

00:17:45: Vor allem heute betrieben wird geht es eigentlich auch noch nicht mehr.

00:17:47: aber im Tennis war es schon immer unabdingbar aus dem einfachen Grund dass Tennis Spieler und Tennis-Spielerin alle Kosten selbst tragen.

00:17:54: wir werden nicht über den Verein finanziert wie man das vielleicht aus dem Fußball oder aus dem Teamsport kennt.

00:18:00: Wir sind auch nicht sehr im Verband verankert wie man es vielleicht mehr aus der Leichtathlete kennt die dann wirklich über die einzelnen Landesverbände und dann auch über den Bund finanzieren werden.

00:18:10: Es ist extrem teuer, Tennis zu spielen.

00:18:12: Man muss zu den Turnieren hinreisen und die Hotelkosten, Anfahrtskosten etc.

00:18:17: übernehmen.

00:18:17: Ich habe zum Beispiel am Anfang mit fünfzehn, sechzehn vor allem in Italien... Viele fragen mich immer warum verstehst du italienisch oder französisch?

00:18:25: Weil ich am Anfang vor allem mit Italien und Frankreich gespielt habe.

00:18:28: Das war am einfachsten dort hinzukommen mit Zug.

00:18:30: Es war relativ billig dorthin zu kommen und so hat sich das dann ergeben.

00:18:36: Im Tennis ist es, wenn man das dann professionell betreiben will.

00:18:40: Ich kannte das von Spielerinnen, die aus sehr starken Verbänden kommen.

00:18:44: Das sind im Tennis die vier Verbände, die Grand Slam-Tunniere haben.

00:18:47: Die haben deutlich mehr Umsatz als ein deutscher Tennisbund zum Beispiel.

00:18:52: Die französenden Engländerin, AmerikanerInnen und AustralierInnen hatten immer schon einen Begleiter und einen Trainer.

00:18:58: Wir sind immer irgendwie alleine durch die Gegend gefahren Und als ich dann so um die hunderte herum stand, das habe ich relativ alleine hingekriegt.

00:19:06: Aber als sich dann um die Hundertte herumstand, dann merkst du so eine gläserne Wand wo du merkst okay, um mich herum wird so professionell gearbeitet.

00:19:13: wenn ich mich da fest setzen will in der Weltspitze oder sogar vielleicht durchsetzen will, dann brauche ich auch ein professionelles Umfeld.

00:19:19: Das heißt zunächst einmal einen Trainer der will bezahlt werden dessen Kosten müssen übernommen werden und dann irgendwann Wenn man dann wirklich in die Top-Dreißig, Top-Zwanzig kommt.

00:19:30: Dann geht es auch um die medizinische Begleitung als Fitnesstrainer Physiotherapeut Arzt Ärztin was immer alles da dran hängt.

00:19:38: und das kann man wenn man um die Hundert herum steht nicht bezahlen alleine ohne Partner.

00:19:43: Das heißt du gehst dann auf die Suche nach einem Partner?

00:19:47: Es kommt ein bisschen darauf an... Und wenn du Glück hast klopft er sowieso an die Tür.

00:19:52: Du willst diesen Einfluss auch haben von dem Partner?

00:19:55: Wie ist dann dieses Samenspiel, also wenn der kommt.

00:19:59: Was machst du denn mit dem Aus?

00:20:01: Ich brauche Physio, ich brauch eine Begleitung, ich brauche einen Trainer.

00:20:05: Es kommt ein bisschen drauf an.

00:20:06: es gibt Management Firmen wie IMG die relativ früh einsteigen.

00:20:10: Die bezahlen dann vieles für die Tennespieler-Tennespielerin in der Aufbauphase und in der es nach oben geht Nehmen dann aber die Einnahmen auch wieder zurück.

00:20:20: Ich

00:20:20: wollte gerade sagen, sie erwarten ja auch etwas von dir als

00:20:23: Sporter.

00:20:23: Ganz genau!

00:20:23: Das ist so der eine Weg den ich würde sagen... Die Spiele wahrscheinlich gehen.

00:20:29: Meine Familie hat ein bisschen anderen Weg eingegangen, wir haben versucht eher nach privaten Partnern zu suchen bzw.

00:20:36: Wir haben mich auch erst mal gezwungen mein Abitur zu machen.

00:20:38: deswegen war ich sowieso ein bisschen später dran.

00:20:40: mit allem was Gutes heutzutage bin ich sehr glücklich und das was dann aber auch dadurch schwieriger wird.

00:20:47: Ich bin dann erst mit achtzehn auf die Tour gekommen und mit acht zehn gilt man als alt so ironisch sich das anhört, aber diese Managementfirmen suchen fünfzehnjährige.

00:20:57: Weil es da natürlich erstmal die Investition erst mal billiger ist und hinten raus mehr rauskommt je länger dieser Sportler oder die Sportler- oder Tennis Spieler in dem Fall Tennisspieler, Tennispielerin, je länger sie dann hoffentlich auf der Profitur auch Geld verdienen.

00:21:11: Das ist natürlich deutlich lukrativer für die Managementfirme.

00:21:15: Deswegen war's bei mir ein bisschen anders.

00:21:16: ich habe Abitur gemacht und bin dann auf die Tour und habe dann über private Sponsoren.

00:21:21: Und da zählt dann eher das, was Christina eben wunderschön erzählt hat?

00:21:25: Da zählt er die Übereinstimmung der Werte.

00:21:27: wie kann... Mein hoffentlicher Erfolg weiß man ja in dem Moment da noch nicht.

00:21:32: Dann auch positiv auf die Partner zurückstrahlen, wie repräsentiert man die Marke?

00:21:37: ist sie sichtbar?

00:21:38: Ich habe dann relativ früh mit einundzwanzig glaube ich war das mit Gerold Steiner zusammen gearbeitet.

00:21:45: Dann zählt natürlich auch Wie is man sichtba im Fernsehen?

00:21:48: welche Teile deines Körpers deines Outfits sind?

00:21:51: sicht

00:21:51: bar?

00:21:52: Alle das kam sehr früh bei mir ins Spiel.

00:21:54: Die haben mir extrem viel geholfen und solche Sachen werden.

00:21:57: Da geht es quasi natürlich auch um wirtschaftliche Aspekte, aber weniger als bei einer Managementfirma die dann so zehn-fünfzehnjährige unter Vertrag nimmt und einer wird's schon schaffen.

00:22:07: Aber der Einfluss ist alles andere als abstrakt kann man sagen!

00:22:11: Weil das ist ja dann schon eine sehr enge Zusammenarbeit.

00:22:14: Ja,

00:22:14: man guckt dann auf seine... Ist es wirklich ein wie kleines Unternehmen?

00:22:18: Man isst wie ein CEO eines kleines Unternehmens.

00:22:21: Man guckt dann auf die Einnahmen, die man hat und die man erwartet in schlechtesten Fallen und im besten Falle.

00:22:27: Und diese Einnahmen versucht man so zu investieren dass man die Leistung steigern kann.

00:22:32: Das heißt wenn ich X-Einnahmen habe vermutliche und die die ich wirklich habe da kommen eben die Partner ins Spiel weil die braucht man dass man sagen kann okay dann kann nicht einen Trainer zahlen für zwanzig Wochen.

00:22:43: und dann geht man zum Trainer und sagt, ich habe Budget für Zwanzig-Wochen.

00:22:46: Ist das für dich okay?

00:22:47: Ist es nicht für dich

00:22:48: ok?".

00:22:48: Deswegen hab' ich... Ich hatte ein großes Glück so wie Partner in mir Potenzial gesehen haben.

00:22:53: Hab' ich Potenziale in einem Trainer gesehen, aber er ist zuzwanzig.

00:22:56: Peter Popovic der heute einer der renommiertesten Trainer auf der Tour.

00:23:00: Aber damals wusste man das noch nicht!

00:23:01: Und er hat eben... war okay mit dem was sich ihm angeboten habt mit den zwanzig Wochen zunächst und das konnte ich dann, weil er mich besser gemacht hat.

00:23:09: Weil ich hart gearbeitet habe und dann auch besser wurde.

00:23:12: Das haben wir dann irgendwann aufgestockt natürlich aber das war so der erste Deal.

00:23:16: Ich kann so viele Wochen zahlen machst du mit Und da muss man natürlich gucken wie man damit hinkommt Zwei, drei Jahre in den Top-Fünfzig waren.

00:23:25: Dann habe ich einen Physiotherapeutin dazu genommen weil bis dahin war es zu unsicher.

00:23:29: wenn ich jetzt ein Physiotherapäuten noch zahle oder Physiopherapeutinnen dann kann das schon sein dass ich am Ende Minus rauskomme und das muss man also wirklich abwägen.

00:23:39: Es ist zwar anstrengend als Tennispielerin, es ist natürlich deutlich anstrender als jemand der im Fußball dem alle Kosten weggenommen werden.

00:23:47: Auf der anderen Seite kriegt man gleichzeitig auch so eine unternehmerische Ausbildung weil man ganz klar lernt mit Kosten umzugehen und mit Investitionen wie manchmal muss man auch ins Minus gehen um die Leistungssteigerung hervorzubringen und all das lernt man dann zu begreifen mehr oder weniger.

00:24:03: Natürlich nie ganz im Detail aber ein bisschen.

00:24:07: Das ist spannend wenn du sagst dass du quasi da deine Einzelunternehmung wie ein Unternehmen geführt hast, im Prinzip.

00:24:12: Da schließt sich dann eigentlich die Frage an Unternehmer suchen wir eine Marke zu machen und eine große Marke werden hier mit Christina natürlich mit Mercedes-Benz, einer der ganz ganz großen globalen Marken.

00:24:22: Top Ten haben wir gehört.

00:24:24: Wie wichtig ist es in deiner Einschätzung dass du auch eine sogenannte Athletenmarke aufbaust?

00:24:29: Du hattest ja mal auch eine gewisse berühmtheiteren USP mit einem Petco Dance zumindest nicht seitlang.

00:24:35: Ist sowas wichtig, dass man den USP hat?

00:24:37: Dass man eben attraktiv für diese Sponsoren wird.

00:24:40: Die dir dann dein Unternehmen finanzieren?

00:24:42: Heute ja!

00:24:43: Ich glaube damals war es ein bisschen... Damals ist jetzt einerzeit im achtzenden Jahrhundert gespielt.

00:24:48: Ich habe so vor zwanzig Jahren ungefähr angefangen auf der Tour.

00:24:52: Da wars ein bisschen anders nicht viel anders.

00:24:54: da ging's schon los.

00:24:55: das war schon so Post.

00:24:57: Michael Jordan Roger Federer fing an globaler Star zu werden.

00:25:01: Fünf, zwei Tausend Sechs waren so Rogers große Jahre wo er wirklich nur vier Matches im Jahr verloren hatte.

00:25:08: Das war ja unglaublich und wurde dann der Sportler als Unternehmer etabliert.

00:25:13: Da genau in dem Zeitpunkt kam ich auf die Tour.

00:25:16: das heißt ich war in einer Zwischenwelt zwischen der alten Welt wo nur Leistung gezählt hat und der neuen Welt wo es schon auch auf andere Sachen ankam.

00:25:22: Persönlichkeit kann man vor Kameras reden mag man es vor Kameras zu Reden Und solche Sachen, das wurde schon so langsam reingebracht in den Sport.

00:25:33: Aber es war noch nicht wie heute.

00:25:34: Heute hat wirklich jeder Sportler, jede Sportlerin eine soziale Medienpräsenz und es wird ganz penibel darauf geachtet, wie man sich da präsentiert.

00:25:42: Das war bei uns noch nicht so aber es fing langsam an.

00:25:45: Alles was bei mir kamen waren häufig Zufälle die dann irgendwie meine Persönlichkeit unterstrichen haben.

00:25:52: Der Petco Dance war eine Wette mit meinem Trainer, nachdem ich ne ganz schlechte Phase hatte.

00:25:57: Ich hatte ne zeitlang ein YouTube-Channel.

00:25:59: das war weil mir langweilig war und mir einer meiner Partner ne Kamera mitgegeben hat.

00:26:04: Das gab's damals noch nicht.

00:26:06: es war noch vor Smartphones wo jede Smartphone ne Kamera hatte.

00:26:09: sonst war wirklich so ne Kamera wo man einmal auf Play gedrückt hat und konnte mich aufnehmen.

00:26:13: Ich wollte so n bisschen hinter den Kulissen zeigen wie es bei Tennis Turnieren losgeht.

00:26:18: Heute

00:26:19: ein ganz üblicher Vorgang.

00:26:24: Ich hatte

00:26:25: einen Video, das ist so lustig.

00:26:26: Ich habe mir das schon ewig nicht mehr anguckt vielleicht.

00:26:29: Aber es war wirklich so ein Video wo's eigentlich nur darum ging ich hab meine Kollegen und Kolleginnen gefilmt zu hey was machst du?

00:26:36: Und jeder Einzelner hat reagiert was ist das für ein Ding was du in der Hand hast?

00:26:40: und dann kamen sie immer und haben sich das erst mal angeguckt.

00:26:42: heutzutage unvorstellbar weil heutzuthage filmt ihr damit.

00:26:46: am Handy gibt es überall Schilder in den Umkleiden.

00:26:48: Bitte nicht in den umkleiden Filmen, bitte nicht in der Duschefilme und

00:26:51: so.".

00:26:51: Also das ist ja total absurd wie sich das gewendet hat!

00:26:55: Ich war eine der ersten Tennis-Spielerin auf Twitter damals weil ich zwei Journalistenfreunde hatte die das hatten.

00:27:02: Das war im Sport noch undenkbar also zumindest im Tennis.

00:27:06: vielleicht hatten wir das so vereine aber beim Tennis hatte das noch niemanden.

00:27:09: Also bei mir kamen so Zufälle dazu und vielleicht auch meine neue außerhalb des Platzes die dann zu einer Marke... unabsichtlich geführt haben.

00:27:17: Und ich glaube, dass so auch vielleicht die eindringlichsten Marken entstehen, wenn sie vor allem mit den wirklichen Werten übereinstimmen.

00:27:26: Es war wer ich war und daraus hat sich dann irgendwie einen Ruf gebildet.

00:27:31: Daraus entsteht ja sozusagen die Marke aber es war jetzt nicht professionell organisiert.

00:27:37: Ich glaube heute engagiert man mehrere Leute um eine Markenbildung herzustellen.

00:27:43: Muss ich noch mal nachfragen, fühlst du dich als Marke?

00:27:46: Überhaupt nicht!

00:27:47: Aber auf der anderen Seite natürlich... Auch irgendwie ja.

00:27:51: Ich glaube, das ist das Beste.

00:27:53: wenn man sich nicht als Marke fühlt weil ich glaube dann stimmen die eigenen Werte und die eigene Persönlichkeit am ehesten mit der Markenwahrnehmung überein.

00:28:00: Und deswegen glaube ich Ist es ganz gut Wenn man sich Nicht Als Marke Fühlt.

00:28:04: Ich Glaub Wenn Man Sich Als Markel Fühlet Dann Ist Es Ganz Schnell So.

00:28:07: Etwas Wie Ich Muss Jetzt Perform Um Meiner Marke Zu Entsprechen.

00:28:12: Genau Ich Glaube Dann Stimmt Eher Was Nicht.

00:28:14: Das habe Ich Zum Glück Nicht.

00:28:15: Deswegen Auch wenn ich mir bewusst bin, dass es eine Marke Andrea Petkovic gibt habe ich nie das Gefühl.

00:28:20: Ich muss als Marke Leistung erbringen sondern als Andrea.

00:28:25: Weil du halt sehr authentisch damit umgegangen bist mit deiner Person und mit dem Umfeld und spielerisch und YouTube oder Twitter entdeckt hast.

00:28:32: Spannend zu dieser Social Media Geschichte hätte ich noch ne Frage.

00:28:35: wir im Marketing sagen wir leben in Aufmerksamkeit, Ökonomie also.

00:28:39: wir ringen um die Aufmerksamkeit von Konsumenten vom potenziellen Kunden.

00:28:42: Wir haben hunderte Kanäle tausend Botschaften.

00:28:45: Social Media beherrscht unser Leben.

00:28:47: Du bist eigentlich noch aufgewachsen, bevor Facebook und Co richtig groß wurde.

00:28:52: Da eine ersten Turniersiegel, man glaubt zwei sieben dann auf der WTA Tour und zwei neun zehn würde ich mal verorten, würde Facebook dann groß.

00:29:00: Was hat Social Media wie so das wahrgenommen?

00:29:03: Hat es dich verändert?

00:29:04: oder hat es jetzt auch mit den Neuerenspielerinnen auch den Sport dann verändert, dass sie eigene Möglichkeiten haben Reichweite zu generieren?

00:29:12: Es hat es auf jeden Fall verändert.

00:29:13: Also ich bin Jahrgang in die Jägerung und bin jahrgangundneinzehnundneunzehnteinhalbzig geboren und das ist auch... Wir sind so eine ganz komische Generation weil wir sind auch die letzte Generation die noch ohne Handys aufgewachsen ist.

00:29:23: aber dann in so einem formativen Alter mit so Siebzehn, achtzehneunzehn hatte ich ein Handy damals auf dem mich nur meine Eltern anrufen konnten.

00:29:32: Ich konnte damit nicht ... Die hatten so alle Funktionen ausgeschaltet im Ausland dass sich nichts machen konnte außer angerufen zu werden von meinen Eltern weil sie hatten meine Nummer so ungefähr und da musste man ja auch noch zahlen wenn man angerufen wurde.

00:29:45: Und dann genau wie du sagst Michael als ich so einundzwanzig zwanzig war dann begann das Ganze so ein bisschen.

00:29:52: Das heißt ich habe beide Welten miterlebt.

00:29:56: Ich nehme ein ganz, ganz simples Beispiel.

00:29:59: Als ich anfing auf der Tour haben würde ich sagen eine von hundert Spielerinnen auf den Platz Make-up getragen vielleicht null.

00:30:08: heute tragen neunzig von hundert Spielerinnen auf den Platz Make-up.

00:30:12: Und ich sage das komplett ohne Urteil, sondern es hat einfach was damit zu tun dass man sich jetzt seines Bildes extrem bewusst wird.

00:30:19: und das ist natürlich die Generation nach mir, die ist da mit schon aufgewachsen für die ist das ganz normal die muss das gar nicht mehr reflektieren.

00:30:27: und bei uns war das total absurd.

00:30:29: wenn jemand so Wimperntusche aufgelegt hat vor Match haben alle anderen so geguckt sowas macht dieses wird doch verlaufen usw.

00:30:36: Und ich habe das auch gemerkt, wenn man olympische Spiele von vor vier acht zwölf Jahren guckt.

00:30:42: Gibt's da auch überhaupt kein Make-up?

00:30:45: Und wenn man heute olympische Spiele guckt, ob es eine Linse wonnen ist.

00:30:48: Die kommen in einem komplett her und Makeups mit Stylisten auf die Pressekonferenz zu.

00:30:54: Siehst eigentlich keiner natürlichen Gesichter mehr!

00:30:56: Ich sag das wieder komplett ohne Urteil.

00:30:58: ich trage auch gerade Make up aber es ist so...ich finde so ein kleines Detail was sehr schön illustriert wie die sozialen Medien den Sport verändert haben.

00:31:08: Es gibt auch positive Sachen Man konnte ganz oft Narrative zu Recht drücken, die aus der Sicht des Sportlers oder der Sportlerin von den Medien und klassischen Medien unfair dargestellt wurden.

00:31:19: Wenn man ein Match verloren hat in dem man sich nicht hundert Prozent gefühlt hat – und die Medien haben das manchmal nicht gesehen, sondern haben nur das Ergebnis gecheckt und es so geschrieben – konnte man auf seinen sozialen Medien sagen hey ich habe am Anfang des zweiten Satzes mich übergeben müssen weil es sehr heiß war oder was auch immer.

00:31:35: heute bei Yannick Sinner, als er jetzt an der Hitze zugrunde ging in Roland Garros, ging bei Vier Eins.

00:31:43: Als er noch geführt hat, ging schon durch die sozialen Medien überall Bilder, dass er sich nicht mehr so wohl fühlt.

00:31:48: was passiert hier?

00:31:48: also?

00:31:48: es wird in real time quasi wird das Narrativ schon erzählt und das war als ich anfing ja alles nicht der Fall Und ich glaube, dadurch hat sich dann – wie es immer so ist – haben sich die Medien verändert.

00:32:02: Aber haben sich auch die Sportlerinnen und Sportlern verändert?

00:32:04: Hat sich dadurch eine Anschlussfrage auch in gewisser Weise Machtverhältnisse geändert.

00:32:09: Also seitens sind die Sportlarinnen jetzt... Mächtiger, weil sie eigene Kanäle haben.

00:32:13: Sie brauchen nicht mehr nur die Turnierorganisationen und die WTA oder Medien, die berichten wie sie sich fühlen.

00:32:18: so ihr könnt es ja selber tun.

00:32:20: Oder vielleicht auch angreifbarer?

00:32:22: Beides genau beides.

00:32:23: also gibt ja unheimlich viel Hetze und Hass im Internet und da sind Tennis Spieler und Tennis Spielerin extrem betroffen.

00:32:30: einfach aufgrund der ganzen Wetter und ich wollte jetzt sagen und Wetterinnen aber ich glaube das sind eher Wetter die viel Geld auf Tennis Matches setzen Bist du halt selbst für deine Niederlage oder dein Sieg verantwortlich?

00:32:44: Und das Lustige, ich sag lustig weil es mir dann irgendwann egal war.

00:32:47: Ich weiß für junge Spielerinnen ist das manchmal ganz schön schwierig aber das lustige daran ist dass du Hass bekommst wenn du gewinnst Und wenn du verlierst.

00:32:55: Weil, wenn du gegen jemanden gewinnst der vor dir steht in der Rangliste kriegst du Hass und wenn du verliest gegen jemandem der hinter dir steht kriegste genauso aus.

00:33:03: also kannst es eigentlich nie richtig machen.

00:33:04: das ist dann so die Ironie an der ganzen Sache.

00:33:07: dadurch bist du angreifbarer.

00:33:08: genau ich muss sagen vor drei Wochen hätte ich deine Frage ein bisschen anders beantwortet weil da hätte ich gesagt sind auf jeden Fall mächtiger.

00:33:15: und jetzt war bei dem French Open gab es einen fall dass die french open haben nicht so viel preisgeld ausgeschüttet wie die spieler- und spielerin es erwartet haben dann mit einem Boykott gedroht und haben den aber nicht richtig durchgezogen, weil – das ist doch wieder interessant wie viel Macht die klassischen Medien haben.

00:33:32: Die haben ihre Pressekonferenzen kürzer gehalten.

00:33:35: Ich mache Anführungsstriche gerade, ich weiß es sieht man im Podcast nicht deswegen sage ich's dazu!

00:33:42: Aber in der Pressekonferenz sitzen die ganzen Zeitungsautoren und Autorinnen, Journalisten und Journalistinnen, die wahrscheinlich fünfhundert Euro die Woche kriegen von ihrer Zeitung.

00:33:52: Und dann hoffentlich ihre Artikel an den Mann oder an die Frau bringen.

00:33:57: Das heißt da... Hast du keinen wirklichen Impact gemacht?

00:34:00: Die sind aber dann zu allen Host-Broadcasters gegangen.

00:34:04: Das ist TNT, das französische Fernsehen und das Eurosport Discovery.

00:34:08: D.h.,

00:34:09: das sind die großen Fernsehstationen, die die TV-Richte haben.

00:34:12: Zudem sind sie aber hingegangen und haben nicht boykottiert weil Sie natürlich auch wissen wenn Sie bei TNT mit potenziell drei Hundert Millionen Amerikanern an Amerikanerin gut ankommen kommen wieder mehr Sponsoren und Partnerschaftsmöglichkeiten auf Sie zu.

00:34:27: Überrascht, weil ich hatte gedacht dass die Macht so sehr in den Händen der Sportler und Sportlerin ist das sie darauf nicht mehr angewiesen sind.

00:34:34: Und da hat man dann gesehen, dass er dann doch irgendwie auf die klassischen Medien auch wieder angewesen ist.

00:34:40: Da hört man aber schon finde ich wie komplex das ist!

00:34:45: Man isst nicht nur Spitzen-Sportlerin sondern Unendlich andere Anforderungen, die man erfüllen muss.

00:34:52: Also das geht nicht so nebenher oder?

00:34:55: Nee überhaupt nicht!

00:34:55: Es ist wirklich total interessant.

00:34:57: Ich habe jetzt bei dem French Open einen Podcast für ein TV-Sender gemacht mit dem ich zusammen arbeit in Amerikas und amerikanischer TV Sender Und Brett Gilbert war an meiner Seite, mag vielleicht bekannt sein als Angstgegner von Boris Becker damals.

00:35:12: Er wird vor allem im amerikanischen Fernsehen engagiert weil er der begehrteste Trainer im Tennis-Business ist.

00:35:19: Er hat Andre Agassi zehn Jahre lang trainiert, danach Andy Roddick, Andy Murray und zuletzt Kokogov.

00:35:24: also er hat alle fast alle amerikanischen Grand Slam Champions hatte er unter seinem Hut und er hat.

00:35:31: wir hatten lange Diskussion darüber in der Woche vorher vor einem grand slam ob man da ein Turnier spielen sollte oder nicht.

00:35:38: Keiner seiner Spieler hätte die Erlaubnis gehabt, den Woche vor dem Grand Slam zu spielen und seine Argumentation – deswegen komme ich auf deine Frage zurück.

00:35:47: Seine Argumentations war, die Top-Spieler haben so viele Verpflichtungen mediale und markenbotschafter Verpflichtung dass er möchte das sie in der Woche vor bereits in der Stadt sind, damit sie Montag-Dienstag Mittwoch ihre Verpflichtung machen können und sich erst ab Donnerstag aufs Turnier quasi konzentrieren.

00:36:07: Also er kommt nicht... Ich dachte argumentiert wir müssen eine Woche vorher in der statt sein um uns an alle möglichen Bedingungen in der stadt zu gewöhnen.

00:36:14: aber er sagte nein ihr haben so viele Verpflichtungen dass ich möchte das die zeitlich montag bis mittwochs aus dem weg geräumt werden damit sie dann ab donnerstag das sind übrigens nur drei tage bis zum Grand Slam damit Sie sich dann Abdonnerstag nur aufs Tennis konzentrieren können.

00:36:28: also Ich finde, da schwingt schon sehr interessant mit wie Serman jetzt auch als Trainer darauf achten muss welche Verpflichtung hat mein Spieler, meine Spielerin außerhalb des Platzes und wie kann ich die in die Leistungen meines Spielers meiner Spielerinnen mitteinweben so dass sie trotzdem ihre Leistung bringen können.

00:36:45: Coco Goff ist da zum Beispiel eine Mercedes, auch eine großartige Frau.

00:36:50: Großartige Sportlerin, großartigem Markenbotschafterin und Partnerin von Mercedes.

00:36:54: Und Coco Goaff ist da z.B.

00:36:56: einer der begehrtesten Sportlerinnen in der Welt.

00:36:58: Sie hat unheimlich viel unter einen Hut zu bringen.

00:37:00: Sie ist bei uns im amerikanischen Fernsehen die einzige Tennis-Spielerin, Sie ist wirklich die Einzige, die unsere Einschaltquoten nach oben bringt.

00:37:12: Also nicht mein Yannick Sinner oder ein Carlos Alcárez können das so wie Coco Goff und das bedeutet natürlich auch dass sie außerhalb des Platzes extrem viele Verpflichtungen hat.

00:37:21: Wie ist es mit deinen eigenen Verpflichtung?

00:37:23: Du hast die Profi Karriere ja hinter dir gelassen aber ich werde den Eindruck nicht los, dass dein Terminkalender auch nicht gerade Lehrer geworden ist.

00:37:33: Du bist inzwischen als Markenbotschafterin unterwegs, weswegen wir hier sind.

00:37:38: Du hast Bücher geschrieben, du bist medial unterwegs und auch in Shows zum Beispiel zu sehen.

00:37:46: wie ist da der Übergang in dieses Leben für dich geglückt?

00:37:50: Sehr sehr geglückte im Sinne von.

00:37:52: ich habe einfach... direkt da weitergemacht, wo ich aufgehört habe im Sinne von Arbeitsquantität.

00:37:57: Nicht gespielt aber Arbeits-Quantität!

00:37:59: Ich hatte noch total...ich warte noch super viel Energie als ich aufgehört hab.

00:38:03: viele Tennis-Spieler und Tennisspielerin hören auf wenn sie irgendwann richtig ausgelaugt sind von den vielen Jahren auf der Tour.

00:38:10: Ich hatte vier, fünf große Verletzungen das heißt obwohl ich sechzehn Jahre auf der tour war auch oft zwangs pausiert worden von Verletzung und ich hatte eine unheimliche Neugier und einen Hunger viel mehr zu machen und auch viel mehr auszuprobieren.

00:38:24: Und das ist dann schon eingeschränkt als Tennis-Spielerin, ich glaube man ist jetzt weitergekommen im Sinne von – ich weiß noch damals.

00:38:30: wir haben kurz Off Air über Anakunikova gesprochen.

00:38:32: da wurde sie von allen Seiten beschimpft dass sie sich nicht aufs Tennis konzentriert, da ist man heutzutage viel weiter.

00:38:39: Das wird ja jetzt inzwischen erwartet, dass man auch andere Sachen macht sonst wird man komisch angeguckt wenn man das nicht macht so ungefähr es hat wirklich komplett geswitscht aber man ist eben schon eingenschränkt weil man versucht natürlich trotzdem am die Leistung auf den Platz zu bringen, alles andere wird dann hinten dran gesetzt.

00:38:55: Und ich hatte so viel Lust und so viel Energie noch vieles andere zu erleben, dass sich eigentlich quasi direkt weitergearbeitet hat.

00:39:02: Das war die richtige Entscheidung!

00:39:04: Ich liebe es zu reisen und unterwegs sein.

00:39:06: Ich liebe den Tennisport.

00:39:08: Ich versuche den Tentsport weiterhin in Deutschland großzumachen und zu unterstützen – vor allem natürlich den Frauen-Sport ist mir ganz wichtig.

00:39:16: Wir müssen unsere Gastgeber von dir verlangen, damit du nach Stuttgart kommst bzw.

00:39:25: anders positiv gefragt bist.

00:39:27: Du bist Markenbotschafterin für Mercedes und ich würde gerne noch mal auf unseren Gastgebers zurückkommen.

00:39:34: Was musst du für Mercedes machen oder möchtest du für?

00:39:39: dieses Engagement zu erfüllen?

00:39:41: Ich

00:39:41: glaube, dass vor allem die Partnerschaft so zusammen kamen.

00:39:44: Weil wir beide einen Interesse haben und das ist den Tennessport und den Frauensport in all seinen Emotionen und in all seiner Komplexität und all seiner Schönheit noch größer zu machen als er schon ist.

00:39:56: Und ich glaube da war so die größte Überlappung und die natürliche Überlappen von allen anderen.

00:40:02: Und dadurch, dass sich sehr nah noch an den Sportlerinnen drin bin habe vielleicht andere Personen, die auch in den Medien arbeiten und so arbeiten wir gemeinsam daran wirklich diese Tour international und global weiter auszubauen.

00:40:18: Sie ist schon ein globaler internationale Marke.

00:40:21: das ist wunderschön.

00:40:22: aber noch in viel größere Märkte reinzugehen nochmal deutlich mehr Leute zu erreichen und ich finde wir sind gerade an so einem Kipppunkt im Tennis wo Frauen- und Männersport Kurz davor sind gleich gesehen zu werden.

00:40:36: Es ist noch nicht ganz erreicht, aber wir sind wirklich sehr weit und ich glaube mit Mercedes an unserer Seite bei der WTA Tour können wir diesen letzten Schritt noch gehen.

00:40:45: und genau für solche Sachen braucht man starke Partner weil das kann man nicht alleine schaffen.

00:40:49: Wir haben uns um unsere Sachen gekümmert!

00:40:52: Wir haben die besten Sportlerinnen in der Welt bei uns, die um viel Preisgeld miteinander konkurrieren, die wunderschönen emotionalen Sport auf den Platz legen, Sport zu erreichen, die die WTA-Tour verdient.

00:41:06: Dazu braucht man starke Partner und da kommt Mercedes ins Spiel.

00:41:09: Und ich glaube diese Überlappung war sehr natürlich von Anfang an.

00:41:13: Das ist ja fast schon ein... Wunderbares Schlusswort.

00:41:17: Möchtest du vielleicht unsere Abschlussfrage stellen, die wir jedem unserer Gäste stellen

00:41:22: wollen?

00:41:23: Ich komme das überraschend

00:41:24: am Desktop.

00:41:26: Wir beschäftigen uns ja mit Sportmarketing und das passiert immer auf dem Sport.

00:41:30: Und da kann jeder aus seiner Sichtweise, aus seiner Perspektive antworten.

00:41:33: Die geht so ein bisschen in die Gesellschaft und auch an dich selber.

00:41:36: deswegen in einem Satz bitte warum brauchen wir Sport

00:41:41: In

00:41:42: einem Satz!

00:41:43: Ich hab noch nie was in einem Satze gesagt.

00:41:47: Wir erlauben

00:41:47: auch ein paar.

00:41:49: Für mich ist Sport das einzige, und es hat man jetzt bei den French Open gesehen, der einzige Bereich der Unterhaltungsbranche, der immer noch unvorhersehbar ist Und das finde ich schön.

00:42:00: Ich glaube, je älter man wird, desto mehr Bücher hat man gelesen, destso mehr Filme hat man geguckt, destlo mehr Serien hat man guckt und desto schwieriger wird es überrascht zu werden – im Sport werde ich jede Woche überrasacht von einem Match, von einem Spiel oder einem Schlag und das passiert ständig!

00:42:16: Und ich glaube wirklich dass das der einzige Bereich in der Unterhaltungsbranche ist wo man wirklich noch überraszt werden kann und in dem unvorhergesehenen Cinderella-Stories manchmal auch passieren.

00:42:27: Und

00:42:27: das ist wahrscheinlich in Zeiten von Automatisierung und KI umso schöner, dass wir uns noch überraschen lassen können.

00:42:32: Ja und es fühlt sich ich finde das Schöne.

00:42:35: Ich finde vieles vor allem in Zeiten vom KI vieles fühlt so gescriptet an und das Gefühl hat man im Sport nie!

00:42:45: dass es gescriptet ist.

00:42:46: Und das hat man jetzt bei dem Finale zwischen Alexander Zverev und Flavio Kobolli gesehen, wo ganz klar war er, ZvereV macht den fertig und der kleine Taliener spielt aber richtig gut!

00:42:56: Obwohl er nicht so hoch in der Rangnäste steht, muss Sascha da trotzdem erst mal durchkommen, satt er am Ende fabelhaft gemacht.

00:43:02: Aber das ist doch so.

00:43:04: das Schöne am Sport.

00:43:05: Das wird's nie ganz genau weiß.

00:43:07: Kann man sich nicht ausdenken?

00:43:10: Wunderbar!

00:43:11: Schön!

00:43:11: Vielen Dank

00:43:12: Das war Matchplan Sport Marketing.

00:43:15: Vielen Dank fürs Zuhören, danke auch an Christina Schenk und Andrea Petkovic für die Einblicke diese uns in ihre Partnerschaft gewährt haben!

00:43:25: Wenn euch die Folge gefallen hat dann freuen wir uns wie immer über Likes und Sternchen und gute Bewertungen aller Art auf der Podcast-Plattform eurer Wahl Anregungen oder Diskussionen, wenn ihr irgendwas loswerden wollt.

00:43:40: Dann gerne da wo ihr uns hört!

00:43:43: Oder auf den Social Media Kanälen von Horizont und von Fischer Appelt.

00:43:47: Alle Folgen

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00:43:49: ihr dort wo es

00:43:50: Podcasts

00:43:50: gibt.

00:43:51: Danke Michael.

00:43:52: Ich bin Bettina Sonnenschein Und ich hoffe wir hören uns bei der nächsten Folge Von Match Plan Sport Marketing.

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