Episode #4 mit Svenja Brunckhorst: Frauenbasketball zwischen Hype und Wachstum

Shownotes

Vom Olympiasieg ins Sportmanagement: Svenja Brunckhorst spricht über den Aufstieg von 3x3, den Strukturwandel im Frauenbasketball und die Frage, warum Begeisterung noch nicht automatisch Sponsorengeld bedeutet. Außerdem: Personal Branding, individuelle Deals und was es braucht, damit aus Aufmerksamkeit nachhaltiges Wachstum entsteht.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Matchplan Sport Marketing, dem Podcast von Horizont und Fischer Appelt.

00:00:10: In diesem Podcast fragen wir welche Rolle Sport Marketing heute spielt?

00:00:15: Warum Unternehmen in diesen Markt investieren?

00:00:18: Was funktioniert?

00:00:19: Was vielleicht auch kritisch hinterfragt werden muss?

00:00:22: Und mein Name ist Bettina Sonnenschein.

00:00:24: Ich bin leitende Redakteurin für Sport Marketing bei Horizont.

00:00:28: Gemeinsam mit meinem Co-host Michael Schillinger bewegen wir uns hier auf diesem spannenden Feld zwischen Wirtschaft, Medien und Gesellschaft.

00:00:37: Das Business rund um den Sport!

00:00:40: Guten Morgen, Michael.

00:00:41: Guten Morgen Bettina.

00:00:43: Michael, wen haben wir denn heute zu Gast?

00:00:45: Du wirst unsere Gästin, muss man heute ja sagen korrekte Weise vorstellen.

00:00:50: Ja freuen wir uns sehr darüber dass wir die Gäste hinhaben.

00:00:53: Heute sprechen wir mit Svenja Brunkhorst langjährige Bundesligaspielerin im Basketball, auch Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft und hatte einen sehr glorreichen Abschluss ihrer Karriere.

00:01:06: Hat nämlich das Dreix-Drei-Basketball-Tournier in Paris gewonnen und hat damit die erste deutsche Goldmedaille im Basketbal geholt und hat direkt danach dann ihre aktive Karriere beendet.

00:01:20: Heute verantwortet sie bei Alba Berlin den Mädchen- und Frauen.

00:01:23: Basketball beschäftigt sich damit wie aus, kann man sagen, sportliche Euphorie professionelle und wirtschaftlich tragfähige Strukturen entstehen können.

00:01:32: Wir freuen uns erst, liebe Svenja, dass wir heute mit dir über Basketball sprechen dürfen, über Marketing, über die Entwicklung der Sportart.

00:01:41: Herzlich willkommen!

00:01:42: Danke, dass ich hier sein darf.

00:01:43: Hallo Svenja!

00:01:45: Freuen uns sehr Wenn du laufst und dich direkt mal starten, wenn du auf deine sportliche Karriere zurückblickst.

00:01:53: Wenn ich es richtig gelesen habe dann bist du ja im Kindesalter umgezogen war für dich Basketball immer mehr als nur Sport.

00:02:01: Und gab es dann in der Jugendzeit?

00:02:02: War das immer so dein Plan A oder gab's da auch schon irgendwie So ein Ausweichplan B wenn es nicht klappt mit der großen sportlichen Karrieren?

00:02:11: Ja, das sind schon gleich ganz viele Fragen.

00:02:13: Also ich habe mit sechs angefangen und wie gesagt wir hatten als ich zehn war ein Umzug von dem hohen Norden südlich dann von München also natürlich fast irgendwie achthundert neunhundert Kilometer.

00:02:27: Das ist schon schwierig, aber der Basketball hat mir dann wirklich den Halt gegeben.

00:02:31: Ich bin in die fünfte Klasse gekommen und ich weiß dass in den Sommerferien meine Eltern mit meiner Schwester und mir halt einmal schon so ein bisschen die Schulen angeschaut haben das Umfeld und natürlich haben sie für mich auch geguckt wo einem Basketballverein ist und da bin ich in Probetrainings gegangen im Sommer weil das natürlich der Bezug ist, den ich immer hatte und das war für mich gut, dass sich sofort egal wann man irgendwie umzieht Dass man einfach ein soziales Umfeld hat, dass man Anklang hat und darum hat eine Basketball immer extrem viel Halt gegeben.

00:03:01: Ich habe glaube ich schon relativ viel gespielt und bin dann mit zehn halt nach Wasserburg.

00:03:07: Das ist einer der größten Frauen Basketball Standorte zu der Zeit gewesen.

00:03:11: Und ich bin da hingekommen und hab gesehen wie man auf einmal in der ersten Bundesliga spielen kann, das man da professionell spielen kann.

00:03:19: Und ab dem Zeitpunkt war ich, glaube ich sehr huckt wie man so schön sagt und habe mir gedacht okay ich möchte unbedingt Profi-Basketballerin werden.

00:03:26: Ich glaub was man heutzutage gar nicht so oft hört von jungen Mädchen dass sie sagen ok ich möchte die erste Karriere ist mein Traum Profispielerin zu werden.

00:03:36: Aber ich glaube, weil mit diesem Umzug, mit so viel Veränderung, ich eine Perspektive hatte.

00:03:41: Und das war für mich relativ klar... Natürlich war es für meine Eltern okay erstmal Schule alles andere.

00:03:47: Was ordentliches!

00:03:48: Was ordentliches.

00:03:50: und dann mit zehn weißt du ja auch noch gar nicht ob du irgendwie gut bist.

00:03:52: aber da hat sich das glaub ich schon für mich das erste mal ein bisschen in meinen Kopf eingepflanzt und es hat dann auch relativ gut funktioniert.

00:03:58: Ich hatte mein erstes Bundesligaspiel mit fünfzehn also ich bin dann relativ schnell wirklich auf den Leistungsweg abgedriftet und da hat dann auch ein bisschen meine schulische Leistung glaube ich ein bisschen runtergelitten, weil ich halt natürlich unbedingt Profi-Baskeballerin werden wollte.

00:04:14: Aber zum Glück habe ich da ja nochmal die Kurve gekriegt.

00:04:17: Auf den leistungsweg abgedriftet finde ich eine sehr lustige Formellierung!

00:04:21: Es könnte Schlimmeres geben?

00:04:24: Ja, ich glaube es ist gesellschaftlich natürlich.

00:04:26: also wie gesagt... Da war es ja überhaupt noch gar nicht klar ob man das machen kann oder nicht machen kann.

00:04:31: Ich weiß nur, dass ich Basketball verrückt war und jede freie Zeit in der Halle verbracht habe oder wenn die Halle zu war mit meinen Freundinnen auf dem Freiplaz.

00:04:39: Also mich hat man mit einem Ball gesehen.

00:04:43: Ist ja Leistung!

00:04:44: Das ist Leistung auf jeden Fall.

00:04:46: Und wie gesagt, die Schule hatte ich eben so ein paar Jahre wo ich dann einfach ein bisschen Probleme hatte dadurch.

00:04:53: aber das ist es dann auch.

00:04:54: Man musste erst mal wieder glaube ich sich finden was man will.

00:04:57: Der Umzug war glaube nicht einfach für unsere ganze Familie Und dann ging das aber auch relativ schnell wieder in den geregelten Ablauf.

00:05:05: Ja, es ist spannend was du da sagst.

00:05:06: Wir hatten eine Folge schon mit Andrea Petkovic, die etwas Ähnliches erzählt hat.

00:05:10: Man beginnt ja Sport nicht um Leistungssportlerinnen zu werden sondern weil's Spaß macht und Spass an der Bewegung oder Freude und irgendwann merkt man dass man gut isst.

00:05:18: Du hast ja dann viele also im klassischen Vereinswesen eigentlich gespielt Im klassischen Fünf gegen fünf.

00:05:23: und irgendwann hast du gesagt dieses Dreiecks-Drei Basketball hatte einen gewissen Reiz.

00:05:27: Was steckt dahinter?

00:05:28: Was hatt ich gereizt eben umzuschwenken auf Dreiecks Drei?

00:05:31: Ich habe ja gerade schon angesprochen, dass ich mit fünfzehn schon angefangen habe in der Bundesliga zu spielen.

00:05:36: Und ich hab wirklich sehr viele tolle Erfolge und Jahre in Wasserburg, in der deutschen Liga gehabt aber auch im Ausland.

00:05:43: Aber irgendwann war es so, ich habe das alles schon sehr früh gesehen und ich brauchte eine Veränderung.

00:05:47: Dann war ich achtundzwanzig.

00:05:49: Es gab so ... Hör ich auf oder mache ich noch weiter.

00:05:52: Irgendwie hat mein Basketball noch Spaß gemacht, aber noch weiter in der Die auch sehr viele traditionelle Teams in der Liga sind, die man einfach jahrelang schon gespielt hat.

00:06:05: Man kannte jeden Ablauf und es hat mich nicht mehr gereizt.

00:06:07: Und dann kamen Dreiecks drei um die Ecke.

00:06:09: Der Trainer Matthias Weber ist auf mich zugekommen, hat mir so eine kleine Vision gesteckt, dass wir vier Jahre uns Zeit geben und vielleicht das Ziel Olympische Spiele.

00:06:20: Und ja, da war es irgendwie okay.

00:06:23: Ich habe nochmal eine Chance.

00:06:24: Ich weiß wie alt ich bin und dass der Leistungssport auch eine Begrenzung oder eine begrenzte Zeit hat.

00:06:29: Und dann habe ich mir gedacht, ok, ich setze noch einmal alles auf eine Karte und gehe aus meinen geregelten Strukturen, aus meiner Komfortzone komplett raus, versuche was Neues und hat sich zum Glück ganz gut ausgezahlt.

00:06:40: Hat sich auf jeden Fall ausgezalt!

00:06:43: Olympische Spiele hat gut funktioniert mit einer Goldmedaille nach Hause gekommen.

00:06:48: jetzt verbindet man ja Spitzen Sport oft mit gerade diesem Ruhmeere-Goldmetallien im besten Falle.

00:06:55: Wie sieht man das im Alltag aus, wie viel Verzicht steckt dann auch dahinter?

00:06:59: Du hast jetzt gerade geschildert dass du offensichtlich einfach auch riesen Spaß dran hattest.

00:07:05: aber auf der anderen Seite muss man ja schon vielleicht andere Freundinnen die sich irgendwo im Kosmetikladen rumtreiben liegen lassen oder so wenn man immer nur trainiert.

00:07:15: Ja, natürlich.

00:07:16: Ich glaube ich bin die Person aus meinem Familienumkreis gewesen, die meisten Geburtstage- Hochzeiten, familienfeste Geburtstage von Freunden nicht miterlebt hat weil ich immer irgendwo in der Weltgeschichte rumgereist bin und ich glaube es hat sich dann schon relativ schnell rauskristallisiert wer denn wirklich deine guten Freunde sind die das auch verstehen die deinen Alltag verstehen dass man das ja nicht absichtlich macht sondern auch irgendwann wie ein Job ist und dass es natürlich aber auch ein Hobby ist, aber trotzdem auf einem hohen Level.

00:07:52: Und ja das ist meine ganze Passion ist!

00:07:57: Auch meine Familie hat mich da extrem unterstützt.

00:07:59: ich glaube wenn du nicht so einen Umfeld hast dann ist es schwierig, dann zweifelt man oft an seinen Entscheidungen ob man das wirklich auch so machen möchte, ob man es länger durchzieht und natürlich hat man sehr viele Opfer in diesem Bereich gehabt.

00:08:12: was ich immer relativ schnell verstanden habe, dass mir der Basketball auch so extrem viel gegeben hat.

00:08:16: Also ich durfte die Welt bereisen und ich habe so viele tolle Leute kennengelernt.

00:08:19: Das ist etwas, das ich gar nicht in Worte beschreiben kann – was es mir alles gegeben hat!

00:08:23: Und ich glaube, die Person, die ich heute bin, bin ich nur durch den Basketball.

00:08:27: Was ist einfach wie viele Türen mir jetzt eröffnet hat?

00:08:32: Ich glaube meine besten Freunde sind natürlich auch aus dem Basketball!

00:08:37: Es gibt noch ein paar aus dem Schulcosmos, die man von ganz früher kennt.

00:08:40: Aber sonst sind es sehr viele aus dem Basketballbereich, die natürlich auch die gleichen Struggles hatten oder die gleichen Erfahrungen und aber ich möchte sie Zeit niemals missen.

00:08:50: Aber ich vermute dass all das dann vergessen war als man dir die Goldmedaille am Ende umgehängt hat?

00:08:56: Gab's denn im Verlauf dieser Karriere irgendwann den Moment der dich gefühlt noch stärker geprägt hat als der Olympiasieg?

00:09:03: oder ist das wirklich was man sich so vorstellt?

00:09:06: Besser kann es nicht mehr werden.

00:09:08: Ich glaube, das ist schon sehr schwer daran zu kommen!

00:09:11: Aber ich glaube eine Sache die mich wirklich geprägt hat... Ich glaube viele die jetzt meine Werdegang angucken können mit dem Olympiasieg.

00:09:21: verbinden.

00:09:21: Aber es war ja schon auch viele Jahre, die wir mit dem fünft gegen fünf Nationalmannschaften haben, zwölf Jahren nicht uns für eine Europameisterschaft qualifiziert und ich war ungefähr glaube ich sieben acht Jahre davon.

00:09:31: die Kapitänin der Mannschaft also auch eines der Gesichter ist hat niemanden wirklich interessiert wo wir spielen wer wir sind was so passiert und das hat schon extrem an mir genagt.

00:09:42: Ich habe sehr lange immer überlegt ob ich da aufhöre ob ich das ganze ja sage.

00:09:47: wieso mache ich das Ganze?

00:09:48: dass ich mich jeden Sommer Da im Rahmen der Nationalmannschaft dann auch meine Zeit Opfere anstatt Urlaubmache und all diese ganzen Sachen.

00:09:57: Also es waren schon sehr viele Sacrifice, sehr viele Niederlagen und sehr viel Downmomente.

00:10:03: Und ich glaube dass wir uns für mich nach zwölf Jahren, zwanzig-dreinzwanzig für die Europameisterschaft in den Fünf gegen fünf qualifiziert haben.

00:10:11: Ich weiß noch dieses Spiel Wir waren in Bosnien Hab dann nach dem Spiel oder während des Spiels schon klar war, dass wir uns qualifiziert.

00:10:19: Ich weiß nicht wie viel ich geweint habe und wie viel Druck... Versagen auch oder nicht qualifizieren da zusammengekommen ist über so viele Jahre und dann endlich geschafft haben.

00:10:30: Und ich glaube, das war ja auch der Startschuss für diese ganzen erfolgreichen Jahre, weil das war das Jahr, dass wir uns für eine Europameisterschaft qualifiziert haben.

00:10:37: durch ne gute Europameister- schaft haben wir uns finde Olympia Qualifikations Turnier qualifziert.

00:10:44: Und so ist denn auch passiert, dass das fünf gegen fünf Team auch zu den olympischen Spielen gekommen ist.

00:10:49: Das war halt irgendwie dieser Startschuß, dass viel mehr Aufmerksamkeit drauf gekommen Aber es war einfach zwölf Jahre Leidensweg mit der Nationalmannschaft.

00:10:57: Ich glaube, dieses Druck abgefallen.

00:10:59: Genau und das war der Moment und natürlich die Olympiasieg war die Kühe und dass ist nochmal auf einem ganz anderen Level zu sehen.

00:11:06: aber ich glaube was es für mich gemacht hat als Spielerin oder wie sie mich geprägt hat war diese Spiele in Bosnien glaube ich damals extrem extrem wichtig.

00:11:14: Wahnsinnig spannend, weil in der Öffentlichkeit ist dann natürlich der Olympiasiege bestrahlt an ja alles und da war es wirklich eine ganz breiten Öffentlichkeit bekannt.

00:11:21: und trotzdem prägt so ein Sportler in den Leben andere Momente die man in der öffentlichkeit vielleicht gar nicht so wahrnimmt.

00:11:27: Das Olympische Finale war tatsächlich dein allerletztes Spiel.

00:11:30: War das geplant so?

00:11:31: Du sagst es vorhin, ich setze noch mal alle auf eine Karte.

00:11:34: also war klar dass das der Abschluss der Karriere wird?

00:11:37: Ja!

00:11:38: Ich habe Alles drauf gesetzt bis zum Jahr zwanzig vierundzwanzig.

00:11:42: Dann wusste ich, dass ich mit acht und zwanziger Schienen, nämlich zweiunddreißig, glaube ich ein gutes Ende.

00:11:47: Ich hatte auch schon über einen Jahr davor bei Alba Berlin unterschrieben also ich hatte schon alle meine ganzen Perspektive aufgemalt.

00:11:55: Ich habe zwei mögliche... Daten, wo ich anfange bei Alba Berlin der erste Sechste.

00:12:01: Wenn wir uns nicht qualifizieren für die Olympischen Spiele oder der Erste Neunte zum Glück ist es der Ersten Neunte geworden.

00:12:06: also wie gesagt Ich war schon komplett vorbereitet hat mein Transfer und ich glaube das ist ganz ganz wichtig im Leistungssport.

00:12:11: Ganz oft ist es schwierig dieses Ende zu definieren und zu finden.

00:12:17: Da habe ich jetzt auch im Nachgang Wo's immer näher gekommen ist mit ganz ganz vielen Athletinnen und Athleten gesprochen weil das ist diese Zeit die du sechsundzwanzig Jahre hab ich diesen Sport gemacht.

00:12:28: Du kriegst diese Zeit nicht wieder zurück.

00:12:30: Das ist eine sehr intensive Phase deines Lebens und ... Man weiß nie, wann der richtige Moment ist und da haben glaube ich ganz viele Leute Probleme mit diesen Absprung zu finden.

00:12:41: Es gibt immer mal den Grund wieso du noch weiter machst.

00:12:43: Okay Olympiasieg!

00:12:44: Wieso hängst du nicht noch ran?

00:12:45: Jetzt ist es die Weltmeisterschaft.

00:12:48: Wo das schlecht gelaufen macht doch nochmal weil nächstes Jahr wird besser und dann kommt aber ganz viel Verletzung oder du bist nicht mehr auf dem Leistungsniveau und ich glaube es ist super, superschwierig da den Abspring zu finden und darum war ich sehr froh dass sich das schon so früh mich definiert habe.

00:13:01: dass es dann so ausgeht, ist natürlich eine Cinderella-Story.

00:13:04: Ja absolut!

00:13:05: Ich das nämlich total für die Entwicklung von Sportarten und ich komme aus dem Handball gearbeitet, da gibt's jetzt Thema Beachhandball.

00:13:11: im Volleyball gibt es Beachvolleyballes, es gibt im Gewichtthemen gibt sie Strongman Contest oder Strongwoman Contest.

00:13:17: also viele Sportarten versuchen sich zu modernisieren und wir haben mit drei X kommt die ursprünglich aus dem Streetball.

00:13:23: Die deutsche Meisterschaft ab zwanzig dreizehntan ist relativ jung und was mir der Auffall ist, es kam ja eigentlich aus im Basketballverband.

00:13:30: also der Basketball Verband hat das Thema Streetball dann genommen in Regeln rankings internationale Touren gemacht Olympia das EOC hat dann zugestimmt und ist einig sowas wie eine neue eigenständige aber verbandsgeführte Sportdisziplin.

00:13:44: Wie hast du diese Entwicklung erlebt?

00:13:46: War das für dich Organ ist sportlich, dass es eine zweite Disziplin gibt neben dem klassischen Fünf gegen Fünf.

00:13:52: Oder hast du auch erlebt das es ein konstruiertes Sportprodukt ist um junge Menschen mehr abzuholen?

00:13:58: Also ein bisschen schneller, ein bisschen mehr Musik Wie ist für dich so dieses Dreiecks drei entstanden?

00:14:03: Ich muss ehrlich sagen, dass ich es lange nicht verfolgt habe.

00:14:06: Was?

00:14:08: Ja!

00:14:09: Also ich hab den ganzen Werdegang natürlich... ...Zwanzigzehn ist das glaube ich bei den Youth Olympic Games zum ersten Mal getestet worden.

00:14:16: dann hat auch Deutschland immer mal wieder Teams gestellt.

00:14:21: Ich hab's aber immer noch so ein bisschen wahrgenommen als Freizeitangebot.

00:14:25: Es war nie so So professionell, ich habe das für mich noch nicht so gesehen.

00:14:30: Bei Streetball habe ich immer so ein bisschen... Ich bin nicht die typische Streetball-Spielerin und hab das halt irgendwie für mich immer so etwas zur Seite geschoben.

00:14:38: Und dann musste ich erst mal davon dieser tollen Sportart überzeugt werden.

00:14:41: Und da war gar ... ... am ersten Mal wirklich in Kontakt gekommen mit Dreix drei.

00:14:48: Da haben wir bei den European Games in Minsk Damals als deutsche Delegation durften wir für Team D auflaufen und haben Drex-III zum ersten Mal gespielt.

00:14:57: Wir sind zu diesem Turnier gekommen, hatten ein überragendes Team auch mit Asatou Sabali die natürlich jetzt gerade in der WMBA spielt.

00:15:04: Sonja Greinacher war da auch dabei, die mir den Olympia-Sieg geholt hat und Amadek Bjorn eine sehr erfahrene Spielerin, die jetzt im Drex III Kosmos im Nationalteam aktiv ist.

00:15:13: Wir flogen dann, haben unser erstes Spiel gespielt, haben es gewonnen weil wir gut waren.

00:15:18: Aber danach ist der Kommissioner von dem Turnier zu uns hingekommen und hat gesagt ihr seid gut, aber ihr habt von den Regeln absolut keine Ahnung.

00:15:25: Bitte beschäftigt euch damit!

00:15:28: Und das war eigentlich so ein riesengroßes Learning für uns.

00:15:32: Es hat einfach Spaß gemacht und so habe ich glaube ich den ersten Bezug und hab es ein bisschen mehr verfolgt und habe auch mehr gemerkt was es dafür Turnierformate gibt.

00:15:39: Das ist halt natürlich ganz anders aufgebaut als der klassische Hallenbarskeball.

00:15:43: Und ja, da habe ich glaube ich so ein bisschen die Liebe für Dreiecks Drei entdeckt und hab mich dann auch in der Hochzwanzig-Zwanzi dafür fully committed.

00:15:49: Aber es war davor, habe ich's wirklich nicht so ganz verfolgt!

00:15:53: finde ich witzig.

00:15:55: Ich komme da gar nicht drüber weg.

00:15:56: im Grunde genommen, dass man so ein Storch macht und dann gar nicht so mitbekommt was sich auf der anderen Ebene tut aber ist interessant.

00:16:07: Der Michael hat es gerade gesagt das ist vom Verband letztendlich aus der Taufe gehoben worden.

00:16:12: hast du da eine Meinung dazu?

00:16:14: könntest du dir vorstellen was es gemacht hätte wenn da ein privater Investor gekommen wäre?

00:16:21: Baut hätte.

00:16:23: Vielleicht hättest du es dann eher wahrgenommen?

00:16:25: Das hat ja Auswirkungen auf Vermarktung, auf das Produkt.

00:16:29: Kannst du dir das vorstellen dass es dann vielleicht anders gekommen wäre?

00:16:33: Das ist eine sehr gute Frage.

00:16:35: Ich glaube mich hat das natürlich auch maximal abgeholt.

00:16:40: also ich habe halt einen extremen Nationalstolz, wenn ich dieses Deutschland-Trikot an habe.

00:16:45: Und das hat extrem viel immer mit mir gemacht und auch diese zwölf Jahre die ich beschrieben habe davor.

00:16:50: Trotzdem hab' ich immer mit vollem Stolz dieses Deutschlandtrikot übergezogen und da war es natürlich dann auch wo ich denn Teil von Team D sein durfte und dabei sein und ich glaube dass hat irgendwie so ein bisschen was mit mir gemacht.

00:17:05: Ich habe jahrelang Frauenbarskeball gemacht.

00:17:07: Ich war natürlich glaube nicht, dass man davon reich wird Nicht!

00:17:12: Leider nicht.

00:17:14: Warum ist der finanzielle Aspekt nicht immer der gewesen, der mich gereizt hat?

00:17:18: Ich glaube ich hatte schon manchmal Angebote die viel lukrativer waren aber ich dann halt trotzdem andere Sachen bevorzugt habe wie das Umfeld ist in welchem Land ich spiele wie die Bedingungen sind und natürlich ist das ein Riesenfaktor und es hat sich auch extrem jetzt gewandelt.

00:17:37: Um die Seriosität, wäre für mich am Anfang war es schon wichtig dass der Verband auch dahinter steht und das sind halt so ein bisschen so die Werte in dem Weg den ich halt irgendwie immer verfolgt habe.

00:17:47: Ich weiß nicht ob wenn jetzt ein privater Investor auf mich zugekommen wär, hatte ich nicht von dem er kann ich nicht sagen wenn da jetzt eine große Summe gekommen wäre vielleicht hätte man darüber lieber legt aber ja Aktuell war es so.

00:17:59: Und wie ist es jetzt?

00:18:00: Empfindest du das jetzt, wo es dieses Produkt gibt und das wirklich auch Aufmerksamkeit bekommt?

00:18:06: Empfindest du's da als Konkurrenz zum klassischen Basketball also eben was Sponsoren Medien Aufmerksamkeit angeht?

00:18:15: Nein, ich glaube es ergänzt sich.

00:18:16: Und natürlich gibt es immer eine Sparte und da hatten auch immer haben bestimmt Leute Angst vor dass sich die Spielerin gegenseitig wegnehmen oder die Spieler oder die Sponsoren.

00:18:26: aber ich glaube das hat auch der Beach Volleyball gezeigt Das ist einfach Volley Ball und Beach Volly Ball gegenseitsich ergänzen.

00:18:36: Produkte für den Volleyball sind, dass es mehr Formate gibt und es gibt halt einfach auch eine Spezialisierung im Dreiecks Drei.

00:18:42: Und einfach mehr Möglichkeiten und man sieht das im Endeffekt sehe ich das super pragmatisch.

00:18:47: wir haben zum ersten Mal zu den Olympischen Spielen geschafft und wir haben nicht nur zwölf Spielerinnen hin gebracht Wir haben sechzehn Spielerinnen hingebracht.

00:18:52: von dem er ist das für die Sportart Basketball Ein Riesenerfolg und ich glaube, dass das einfach eine größere Möglichkeit ist.

00:19:00: Es ist auch ein komplett anderes Produkt.

00:19:02: heilen Basketball draußen Basketball wir haben... Ich war jetzt vor kurzem in Hannover bei den Finals.

00:19:08: da ist es draußen vom neuen Rathaus ganz anderes Umfeld.

00:19:13: also darum ich glaube das ergänzt sich und nimmt sich nicht weg weil es profitieren alle davon und man sieht es auch dass sehr viele Spielerinnen die im Drecks drei spielen auch im fünftigen fünf sind.

00:19:25: Ich finde aktuell, dass es wirklich sehr Benefische für beide Seiten sind.

00:19:29: Und wie stehst du dann zu so einem noch neueren Produkt?

00:19:32: Was jetzt hier auf dem Plan steht die LGCY Series wo sich auch Dennis Schröder engagiert das ist ja jetzt nochmal ganz was anderes anderer Fokus ein Investor mit dabei.

00:19:45: kommt da jetzt eine Konkurrenz?

00:19:47: oder ist das dann auch etwas wo du sagst umso besser Wenn gespielt wird, wird gespielt.

00:19:52: Ja ich war vor Ort bei der Legacy Series.

00:19:55: natürlich wir sehen die Formate wie Icon League im Fußball am Brawlers League.

00:20:01: das sind halt einfach ganz normale neue Formate wo ein anderer Fokus drauf ist, ob es jetzt irgendwie die Streaming-Community ist.

00:20:10: Unterschiedliche Formate, Gamification... Ich glaube das sind einfach ganz neue Formate aber interessant und auch für neue Zielgruppen um den Fußball in diesem Falle, aber jetzt halt durch die Legacy Series Basketball näher zu bringen.

00:20:27: Interessant sind!

00:20:28: Man hat gesehen dass da viele große Nationalspieler vor Ort waren.

00:20:33: Es war sehr viel.

00:20:34: Entertainment ist zwar sehr anders und ich bin sehr gespannt, wie es auch weitergeht.

00:20:40: Wie das Format auch angenommen wird in Deutschland weil das ja immer manchmal so ein bisschen die Hürde ist der deutsche Basketball-Fan für einen so neues Format.

00:20:51: aber ich finde spannend dass sich da auch die ganzen gestandenen NBA und deutschen Nationalspieler zusammentun und sagen es muss mal was Neues geben was cooles wo sehr viel Culture zusammenkommt.

00:21:04: Ich glaube nicht, dass es darum ein anderes Format war als andere Regeln gibt und darum wird das auch nicht dem BBL oder dem heilen Basketball eine Konkurrenz sein.

00:21:15: Also Stichwort Culture nochmal!

00:21:17: Im Prinzip ist ja Dreiextrei-Basketball aus so einer informellen Straßenkultur entstanden Und als Vergleich im Snowboard war das so Als Snowboard dann... Es gab da den Weltverband coolen Snowboarder innen, die fand das halt total blöd.

00:21:32: Und haben sich dann geweigert, in diese Verbandsstruktur zu gehen.

00:21:36: Gab es sowas im Dreiecks- slash Streetball auch oder war Streetball gar nicht so?

00:21:43: als Szene konstituiert, als dass es da auch eine Antipartie gab.

00:21:47: Als der Verbandes übernommen hat oder was mitbekommen?

00:21:50: Da bin ich viel zu wenig in der Szene gewesen.

00:21:54: Bestimmt gab es da welche die das Regelwerk oder das Format oder wie es auch aufgebaut war nicht so optimal fand.

00:22:01: aber ich glaube das gibt's immer.

00:22:03: man hat aber schon auch merken gemerkt, dass da ganz viele die auch Street Boy gespielt haben.

00:22:08: Auch auf den drei Turnieren unterwegs sind und vielleicht ist es ja auch einfach die Strahlkraft, die eine neue Sportart hat.

00:22:15: dazu kann ich einfach echt viel zu wenig sagen weil wie ich auch beschrieben habe viel zu spät in diese Szene reingerutscht bin.

00:22:21: Sie kannte es doch gar nicht!

00:22:23: Natürlich kannte ich's, aber ich habe mich da nicht mit beschäftigt.

00:22:26: wer sind da die Player?

00:22:27: Wer sind die Spielerinnen und Spieler?

00:22:29: wie ist die Community?

00:22:31: also da bin ich schon auch wirklich sehr spät reingegreetscht und darum fällt mir schwer diese Frage zu beantworten.

00:22:38: Ich nehme das auch so wahr, dass Basketball das sehr gut hinbekommen hat und da auch keine Konkurrenz entstanden ist.

00:22:44: Sondern dass es eigentlich relativ geräuscharm war und der Verband hat es übernommen, hat dem ganzen Thema einen Rahmen gegeben.

00:22:48: dann wurde's olympisch.

00:22:49: ich habe gar nichts mit bekommen, dass es da irgendwelche Gegentendenzen gab.

00:22:54: Es spricht vielleicht auch wie die Basketball-Kultur, das ist immer eine nächste Frage Anschlussfrage.

00:22:58: Basketball ist mehr als andere Sportarten somit Sneakers, Streetwear Musik USA Hip Hop verbunden.

00:23:08: Hast du diese sogenannte kulturelle Dimensionen, die wir natürlich gerne im Marketing erzählen.

00:23:13: Hast du dir als Spielerin wahrgenommen?

00:23:15: Ist das ein wichtiger Bestandteil dieser Basketball-Kultur neben dem Leistungssport?

00:23:21: Ja doch schon!

00:23:22: Die nimmt man schon extrem wahr und genau die Sachen, die du angesprochen hast sind auch bei allen sehr verankert.

00:23:32: Sneakerware ist ein ganz großes Thema, aber auch die Culture durch Musik und Klamotten ist im Basketball schon auf jeden Fall ein Thema.

00:23:45: Und das hat man, glaube ich in den letzten Jahren noch mal ein bisschen mehr übergeschwappt und auch präsenter geworden.

00:23:50: Man sieht es in ganz vielen Formaten, ob es jetzt irgendwie eine NBA oder WMBA ist mit dem Leaguefit, dass sie da reinkommen und erst einmal ihre Outfits gezeigt werden.

00:24:00: Dann wird dann der coole Musik drüber gemacht.

00:24:03: alles geht über Musik.

00:24:05: Ja, ich glaube auch viele Songs von Hip-Hop Artists ist über Basketball, über Spielerinnen und das ist schon ein Geben und Nehmen.

00:24:16: Und ich glaube beide Seiten profitieren sehr voneinander.

00:24:19: In den USA sieht man deshalb sehr deutlich irgendwie die Überschneidung von Hip Hop und Basketballkultur.

00:24:24: Gibt es in Deutschland eigenständig auch oder orientiert man sich doch eher an den US Vorbildern?

00:24:29: Oder gibt's das in Deutschland genau so?

00:24:32: Genau so!

00:24:33: glaub ich nicht.

00:24:34: Da hat die USA natürlich einen Markt den, glaube keiner rankommt, weil es einfach ganz anders gelebt wird.

00:24:40: Aber es ist schon auch präsent und wird präsenter.

00:24:43: Und man merkt das auch, dass es hier in Deutschland Formate gibt die auch da wirklich drauf auf sind, dass sie Musik- und Culture- und Basketball zusammenbringen und genau diese Elemente alle zusammenschnüren, weil sich halt der gleiche Lifestyle ist.

00:25:01: Wenn man das mal aus der Genderbrille betrachtet... Die Hip Hop Kultur ist ja relativ stark männlich geprägt übernimmt da der Frauenbarske Ball auch Coats davon oder entwickelte seine eigenen weiblichen Merkmale?

00:25:15: Ja, sehr gute Frage.

00:25:18: Ich glaube es ist immer noch sehr männlich geprägt.

00:25:20: Es kommt aber auch immer mehr weibliche Stimmen dazu auf beiden Seiten.

00:25:27: ich hatte vor kurzem mal ein Moritz und Franz Wagner haben einen Event auf die Beine gestellt.

00:25:33: Da war ich auf einem Panel mit zwei deutschen weiblichen Rapperin und das war ein sehr, sehr cooles Format.

00:25:41: Und die haben ungefähr wirklich die gleiche Erzählung gehabt, dass es natürlich dann sehr männlich dominiert ist.

00:25:47: Sport oder Musik-Szene ich glaube im Hip Hop bei ihnen nochmal extremer.

00:25:52: Vermutlich!

00:25:53: Aber es war sehr spannend zu hören und da war auch ein super Austausch und ich glaube das wird auch immer mehr kommen, dass da auch die Synergien gibt, dass sich dann dann auch die weibliche Spielerinnen mit weibischen Rappern zusammen tun die Culture aufbauen.

00:26:07: Und eigene Codes entwickeln hoffentlich!

00:26:10: Jetzt sind wir ja heute hier zur Aufnahme in Berlin zu Gast, Berlin ist auch nicht gerade unbekannt für seine Mode und Kulturszene.

00:26:19: wenn wir jetzt mal auf dich und deinen Job bei Alba Berlin gucken nutzt ihr das?

00:26:24: Auch schon jetzt weiß ich nicht im Frauenbarskeball dass so in der Stadtkultur zu positionieren.

00:26:30: habt ihr da eine Verbindung dazu?

00:26:32: Wir versuchen es natürlich, ich glaube die Stadt ist extrem groß.

00:26:36: Es ist sehr viel Sport auch in der Stadt also über hundert Bundesligisten weiblich-männlich in allen Sportarten.

00:26:46: Von dem her ist es natürlich super schwierig.

00:26:48: das Frauenteam von Alba Berlin gibt es erst in den vier Saisons wir gehen jetzt in die fünfte.

00:26:54: darum noch ein sehr junges Team und da musste sich natürlich auch sehr etablieren.

00:27:00: Ich glaube, Victoria Berlin macht das zum Beispiel sehr gut im Fußball.

00:27:04: Wie sie über Brandmarketing extrem präsent sind und einfach einen anderen Weg gehen.

00:27:09: Ich glaube wir haben da noch sehr viel Potenzial wie wir uns verankern können.

00:27:12: ich glaube wir stehen als Alba Berlin für sehr viele Werte die auch in der Stadtkultur sichtbar sind.

00:27:19: aber wir brauchen ein bisschen dass wir diese Potenziale auch noch mehr sehen.

00:27:23: Wir sind natürlich hier im Prenzelberg Das ist unser Kerngebiet.

00:27:27: Hier sieht man schon sehr viel Alba berlin Und da weiß auch sehr viele Leute, wer auch das Frauenteam ist oder wer sie sind.

00:27:35: Aber ich glaube in anderen Stadtteilen ist es auch noch ein bisschen ausbaufähig.

00:27:40: Jetzt wenn wir schon bei deinem Arbeitgeber sind und du hast es vorhin auch schon angesprochen, Mirjel hat's gesagt, Du bist direkt vom Sportplatz mehr oder weniger in die Karriere gegangen.

00:27:52: Und du hast auch das schon angesprungen dass sich viele Sportlerinnen schwer tun?

00:27:56: diesen Schritt überhaupt zu entscheiden.

00:27:59: Manche sprechen dann von einem Loch nach dem Karriereende, war das für dich von Vorteil dass du diese ganz klare Aussicht hattest sofort ein Arbeitgeber zu haben und einen Job?

00:28:13: Wie hast du es überhaupt gemacht?

00:28:14: also du musst dich ja irgendwann vorher schon mal für diesen Arbeitsvertrag erster neunter entschieden haben.

00:28:21: Ja also diese Perspektive war sehr, sehr wichtig für mich.

00:28:23: ich glaube da bin ich zu deutsch dass ich Sicherheit und Struktur und all die Elemente für mich brauche um irgendwie auch klar den Sport ausleben zu können das sich auch weiß was danach passiert besonders wenn ich das für mich so definiert habe.

00:28:37: das ist das Ende des endes.

00:28:40: also aus der sportlichen Situation.

00:28:43: Ja, aber Berlin ist auf mich zugekommen.

00:28:45: Ich habe es ja angesprochen dass das jetzt in die fünfte Saison geht.

00:28:48: nach der zweiten Saison sind sie deutsche Meisterin geworden sehr schneller steiler Aufstieg.

00:28:54: und Sie haben gesagt okay wir haben uns dafür entschieden den weiblichen Bereich zu professionalisieren.

00:29:01: Es geht gerade alles sehr schnell sehr schnell aufgestiegen Erfolge.

00:29:07: Aber es fehlt noch an der Spitze eine Person, die dann auch eine Frau ist.

00:29:10: Die den Bereich leitet.

00:29:12: und so haben sie gesagt, wenn Sie das richtig machen wollen, dann wollen Sie es mit einer Frau besetzen.

00:29:16: Und so sind sie auf die Suche gegangen.

00:29:18: Damals war hier eine ehemalige Nationalspielerin, Kollegen von mir Ireti Amoyo ... bei Albar Berlin gearbeitet hat und wir waren sehr viel im Austausch, weil wir über Strukturen geredet haben wie man das hier bei Alba aufziehen kann.

00:29:34: Und sie hat mich immer mal wieder angerufen und irgendwann hat sie gesagt okay wir terminieren so oft wieso kommst du nicht einfach hierher?

00:29:41: Lass dich einfach bezahlen dafür!

00:29:43: Lass sich einfach bezahlen dafür.

00:29:44: so ungefähr.

00:29:45: und dann sind wir da relativ schnell in den Austausche gekommen.

00:29:48: ich glaube Sie wollten schon viel früher safe machen.

00:29:54: Die ersten Gespräche waren in den Jahr-Zwischen, das weiß ich noch und dann haben wir im Jahr-zwischen drüber geredet und ich habe aber gesagt okay ich möchte auf jeden Fall noch bis zum Jahr-zehnten

00:30:02: spielen.".

00:30:03: Das bin ich dem ganzen schuldig.

00:30:05: Ich will das, dass es super wichtig für mich wenn ihr warten könnt dann könnte ich zwanzig vierundzwanzig hier anfangen und dann sind wir da so ein bisschen in den Austausch gekommen und das war relativ klar für beide Seiten, dass wir das machen wollen und genau dann war ja über allen Jahr glaube ich überall auch schon bekannt, dass ich zu Alba Berlin gehen werde.

00:30:22: Ich glaube keiner hat dieses Konstrukt wirklich verstanden.

00:30:24: Bin ich jetzt da oder nicht?

00:30:25: Nicht immer so nächst dauert noch ein bisschen Genau!

00:30:28: Und dann gab's halt die zwei möglichen Einstiegsdaten und dann habe ich erst neunten hier Habe ich hier angefangen.

00:30:34: Und ist dir das schwer gefallen, diese Identität zu wechseln von Spitzensportlerinnen zur Organisation Verwaltung sozusagen aufzugeben?

00:30:46: Ja also dieser Prozess war... extrem schwierig.

00:30:48: Ich glaube, die letzten Jahre waren für mich mit die schwierigsten oder besonders das erste Jahr weil einfach sehr viel auf mich eingeprasselt ist.

00:30:57: Dieses Chapter aktive Sportlerinnen zu beenden ist schon was wo man sehr viel hinter sich lässt und auch Identifikationsverlust hat.

00:31:07: dann kommt aber dann auf einmal dieser größte Erfolg deines Lebens und einen Aufmerksamkeit dazu die ich gar nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte.

00:31:16: Auf einmal von dem dass uns sich keiner dafür interessiert hat was wir tagtäglich machen zu ok Ich werde zu jeder Fernsehshow zu jedem Interview zur überall eingeladen.

00:31:25: Ich habe, glaube ich, manche Wochen gehabt wo ich in der Woche fünf unterschiedliche Termine hatte.

00:31:31: In fünf unterschiedlichen Städten und ich wusste gar nicht mehr wo ich aufwache.

00:31:34: zudem dass ich natürlich dann hier irgendwie anfangen und eine relativ hohe Position in habe wo ich verantwortlich bin für den ganzen weiblichen Bereich wo natürlich auch Alba.

00:31:45: die haben mich komplett unterstützt.

00:31:46: das muss man wirklich sagen.

00:31:48: es war mir komplett den Rücken freigehalten.

00:31:51: sie haben gesagt ich soll alles so mitnehmen und wahr nehmen.

00:31:54: Ich habe da auch komplette Freiheiten und das hat mir extrem viel bedeutet.

00:31:58: Sie haben es nach dem Weltmeistertitel gesehen, bei Timan und Marudolo, dass die ersten Monate sehr aufregend sind.

00:32:06: Sie hatten wirklich alle gesagt, ihr hätt nicht gedacht, dass es so lange anhält, dass sie sich so lange immer angefragt werden.

00:32:12: Und darum war ich schon in einer kleinen persönlichen Krise in diesem Jahr, weil es halt einfach extrem viel auf mich eingebrasselt ist... gedacht, so ich höre mit meiner Karriere auf.

00:32:23: Ich brauche ein bisschen Zeit.

00:32:24: Ich fange jetzt hier an und habe mehr Zeit für meine Familie, für meine Freunde die ich irgendwie und dann war ich noch weniger

00:32:28: unterwegs.".

00:32:29: Und es hat auch sehr lange gedauert bis ich halt hier in Berlin wirklich angekommen bin weil ich nicht da war und darum ja lang ausgeholt.

00:32:36: zu der Frage.

00:32:37: aber das war ein sehr schwieriger Transfer und ich glaube ich bin immer noch in diesem Prozess Aber jetzt schon definitiv viel klarer.

00:32:46: Ich habe noch eine Frage dazu.

00:32:47: Du hast ja Sportmanagement und internationales Management auch noch parallel zu deiner Spitzen-Sportkarriere.

00:32:54: Hast ich das vereinbaren lassen?

00:32:56: Also viele Sportlerinnen aus den ... Nicht aus dem Fußballbereich, sondern aus anderen Sportnudeln müssen ja die Karriere nach der Karrierenplanung irgendwie eine Ausbildung machen.

00:33:05: Hat sich das vereinbaren lassen?

00:33:06: dann auf dem Weg zu Paris?

00:33:08: Ja ich war am Ende des Jahres schon fertig mit meinem zweiten Masterstudium.

00:33:13: Also war ich da schon relativ früh sehr gesettelt und war klar natürlich war es nicht einfache Jahre.

00:33:20: Es ist auch immer Privatfernuni, die man dann auch finanzieren muss.

00:33:25: Weil man natürlich nicht ganz normal, besonders wenn man in der ganzen Weltgeschichte unterwegs ist dass man da keinen Standort hat wo man dann wirklich studieren kann.

00:33:33: also das sind natürlich dann auch wieder so Aspekte.

00:33:35: aber Ich war schon relativ früh fertig mit dem Studium und hatte überlegt, ob ich eigentlich nochmal einen zweiten Master ran hänge habe.

00:33:42: Dann aber schon angefangen in den Jahren, wo ich mich auch auf Dreikstreich spezialisiert habe zu arbeiten nebenbei einfach in unterschiedlichen Bereichen um ein bisschen Berufserfahrung zu bekommen.

00:33:54: Aber das konnte ich dann immer regulieren wie in welcher Phase ich mich gerade befinde, ob wir natürlich eine heißen Phase vor Olympia waren.

00:34:01: Da war ich sehr wenig im Office.

00:34:04: Schaut dann an meinen ehemaligen Chef, der mich glaube ich selten gesehen hat in den Jahren.

00:34:09: Aber das konnte ich halt viel besser regeln und mir war es auch sehr wichtig dass ich dieses zweite Standbein habe weil ja Frauenbarsche bei es kann sehr schnell gehen und dann stehst du ohne Plan B da.

00:34:20: Das ist keine gute Option.

00:34:22: Ja, also neben der olympischen Goldmedaille auch der Übergang dann wirklich fast aus ein paar Excellors gelungen aber Du hast der Eindrücklich jetzt geschildert wie schwierig dieser Transformationsprozess, die Identifikation abgelaufen ist bei dir persönlich.

00:34:37: Wenn wir das jetzt mal auf den Bereich aller Athletinnen zu übertragen versuchen warum fällt denn das so schwer?

00:34:47: Hast du oder haben die zu wenig Unterstützung?

00:34:51: ich weiß nicht ob du jetzt jemanden hattest der dich bei dem Weg ein bisschen begleitet hat aber mir kommt so, dass wahrscheinlich du noch mehr Ansprache hattest als jede andere Sportlerin oder viele andere Sportlerinnen die auch diesen Prozess gehen müssen.

00:35:06: Also was fehlt denn da eigentlich?

00:35:09: Erstmal überhaupt diese Aufmerksamkeit das es gibt und darum habe ich das auch so offen und ehrlich angesprochen weil ich glaube das Thema ist einfach viel zu wenig auch bekannt dargestellt.

00:35:20: Man denkt immer, okay das ist doch so ein schönes, dann muss man doch... Ja die hat doch alles!

00:35:25: Genau.

00:35:26: aber das ist halt wirklich.

00:35:28: Identifikationskrise ist glaube ich ein ganz großes Thema.

00:35:32: und was isst man ohne den Sport?

00:35:34: Natürlich werde ich auch immer noch als es werden ja die Olympiasiegerin abgestempelt und da bin ich auch... Es gibt schlimmere Stempel definitiv, aber ich bin ja jetzt auch seit zwei Jahren im Berufsleben Und ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:35:53: Man hat einfach so viel Zeit und intensive Blöcke durch den Sport gehabt wie beschäftigt man was sind die Hobbys nebenbei?

00:36:01: Man hatte wenige Hobbies und so.

00:36:02: Also es sind ganz viele Sachen und ich hatte zum Glück Unterstützung.

00:36:06: in dem Prozess auch über von meiner Sportpsychologin begleitet.

00:36:09: Und das ist was Gutes, dass man einen gewissen Kaderstatus hatte, dass ich noch ein Jahr nach Karriereende komplett begleitet werden durfte.

00:36:18: Das ist im System drin.

00:36:20: aber du hast es angesprochen und das ist natürlich nicht allen Athletinnen und Athleten gegeben und ich glaube, das ist schon schwierig wenn man da auf einem hohen Level das gemacht hat... Ja, schon auch einfach Unterstützung braucht und Hilfe braucht.

00:36:34: Oder vielleicht könnte man das auch selber.

00:36:35: aber mir hat es sehr extrem geholfen dass ich da eine Ansprechpartnerin hatte die mir auch manchmal gesagt habe Das ist alles richtig so und lass es raus.

00:36:44: Und der Weg ist schwierig, du bist auf einem guten Weg aber ich glaube das ist wichtig.

00:36:50: Wen siehst Du denn da in der Verantwortung?

00:36:52: Sportverbände liegen oder auch private Unternehmen?

00:36:56: Vielleicht gibt ja viele Unternehmen die großes Interesse daran haben später dann solche spitzen Sportlerinnen einzustellen weil man genau weiß dass die einfach bestimmte Qualitäten haben.

00:37:06: Aber wer sollte da die Verantwortung übernehmen diesen Übergang zu... begleiten?

00:37:11: Also natürlich glaube ich als erstes erstmal die Verbände, die jahrelang auch die Spielerinnen oder die Athletinnen und Athleten in ihren Konstrukt zu gesagt haben.

00:37:21: Dass man sich dann danach um sie kümmert und dass das nicht einfach so okay du bist jetzt nicht mehr aktiv für mich zuständig oder du spielst nicht mehr Dann bist du auch nicht mehr interessant für uns.

00:37:31: Ich glaube es geht auch ganz viel um Wertschätzung und Begleitung.

00:37:34: Und wie bist du immer noch ein Teil davon?

00:37:35: weil Du hast sehr sehr viel gegeben und ich glaube darum ganz wichtig, dass da einfach die Verbände auch... Es ist auch einmal mal checken wie es einem geht.

00:37:44: Ich glaube das ist halt auch oft dann ja wird glaub ich ein bisschen zu wenig gemacht aber viele Verbände machen das auch und wie gesagt der... Ich hatte Zugang zum Olympia-Stützpunkt Hannover.

00:37:55: Die haben mich da begleitet und da gibt es halt schon auch viele Institutionen wo dieses Thema jetzt immer präsenter wird und besser begleitet wird.

00:38:04: Unternehmen ist ein spannender Punkt ist allgemein wichtig für viele Mitarbeiter, dass man dieses Thema einfach mal angibt und dass man auch offensichtlich das Stunden- oder AnsprechpartnerInnen hat.

00:38:17: Weil ich glaube, das wird nicht nur von Spitzenathleten gebraucht sondern ganz vielen Personen.

00:38:23: Anerkennung ist nie ganz verkehrt!

00:38:26: Jetzt hast du es gesagt, oder wir haben es gesagt.

00:38:29: Du bist jetzt in der Führungsposition.

00:38:31: Du sollst für Alba Berlin Mädchen und Frauen Basketball weiterentwickeln.

00:38:36: Mal ganz profan gefragt was sind denn die Ziele, die du dir gesteckt hast?

00:38:41: oder die man dir gesteckt hat.

00:38:43: Vielleicht gibt es ja noch jemanden, der Forderungen hat?

00:38:47: Ja klar also für mich ist es hauptsächlich Strukturentwicklung.

00:38:51: ich habe über Jahre mit erlebt aktiv wie einfach der Status quo in Deutschland ist dass wir da halt einfach noch viele Bedarfe haben und ich glaube, es ist halt einfach wie wir auch den Mädchen- und Frauensport auf gleiches Level stellen.

00:39:09: Bessere Strukturen schaffen bessere Liegen.

00:39:13: natürlich kommt dann irgendwann die finanzielle Absicherung.

00:39:15: aber das sind ganz ganz also im Endeffekt eine Strukturentwicklung.

00:39:19: und das ist so das Hauptthema was ich mir auf die Fahne gesetzt habe dass wir Pöa-Pö Saison für Saison einen größeren Step machen ob es denn ist dass wir auch schon bei der U-Sechzen Leistungsteam, weiblich Sportpsychologin im System haben.

00:39:35: Das sind die kleinen Dinge manchmal und das wird auch lange Arten brauchen weil es einfach sehr festgefahren ist.

00:39:41: das System.

00:39:42: aber es ist mit Endeffekt Strukturentwicklung Ansprechensysteme aufarbeiten wirklich hinterfragen ob das noch so zeitgemäß ist wie man das verbessern kann und darum ist das mein Hauptthema.

00:39:56: Es hat es ja auch immer danach was mit Geld zu tun.

00:40:00: Wenn ich das richtig gelesen habe, hast du einmal öffentlich darauf hingewiesen, dass eine Teilnahme am Euro-Cup trotz der sportlichen Attraktivität und eine gewisse Reichweite in Sichtbarkeit wirtschaftlich aber immer noch ein Minusgeschäft ist, hohe Reisekosten usw.. Denkst du, dass das genau eine der zentralen Herausforderungen ist?

00:40:20: Dass man auf der einen Seite Struktureformen angeht.

00:40:22: Aber die Einnahmen noch nicht da sind in der Hoffnung, dass durch bessere Ausbildung, bessere Sichtbarkeit dann das Geld kommt?

00:40:28: Ja, genau!

00:40:29: Also es ist natürlich auch schwierig.

00:40:32: Man kommt hierhin und möchte es.

00:40:35: Und dann sieht man einfach, dass es finanziell einfach noch nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt weil man sehr viele Kosten hat und dann alle doch sagen ah Frauenbasketball mache ich gerne.

00:40:45: aber wenn fragt, ok seid ihr bereit mal so mal x y auf den Tisch zu legen?

00:40:50: Obwohl die Reichweite nicht und das Produkt nach außen vielleicht noch nicht das ist.

00:40:55: Da sagen dann die meisten doch leider noch nein.

00:40:57: und dass in diesem Kreislauf befinden wir uns.

00:40:59: und darum ist es halt für uns erstmal.

00:41:03: Aber Berlin ist ein Ausbildungsverein und wir stehen für nachhaltige Aufbau.

00:41:07: Und darum haben wir uns auch entschieden, mal letzte Saison wieder einen Schritt zurückzugehen nicht international zu spielen dafür aber eine zweite Liga-Mannschaft in Kooperation aufzubauen weil wir sagen okay wir wollen unseren Spielerinnen Perspektiven schaffen und damit überzeugen dass wir da auch nachhaltig organisch uns so profitabel machen das wir dann auch wieder sportlich in den Eurocup einsteigen.

00:41:32: Wir haben es uns dieses Jahr wieder vorgenommen.

00:41:35: Es wird wieder ein Daraufgeschäft sein, wir sagen aber auch, wir wollen den nächsten Step für unsere Spielerin gehen.

00:41:40: und ja das ist immer dieses Jungvieren mit diesen Kosten die man hat Und wo man hin möchte, weil wenn man pushen möchte dann muss man natürlich auch manchmal selber investieren.

00:41:50: Aber natürlich auch nur zu einem gewissen Grad dass es nicht alles in Schieflage geht.

00:41:53: und da befinden wir uns und das ist leider schon manchmal ein bisschen schwierig.

00:41:58: ich glaube da braucht's mehr Aufmerksamkeit.

00:42:00: die Weltmeisterschaft erfrauen könnte glaube ich hoffentlich ein großer Hebel sein dass dieser viele große Unternehmen auch sehen Wir wollen uns beteiligen weil sonst ist es wirklich noch ein bisschen Türklinken putzen und hier wirklich dafür einstehen und sagen das ist doch toll Und das ist doch toll.

00:42:16: Und vielleicht beim dritten Mal funktioniert es anstatt dass wirklich Leute auf einen zukommen und sagen, das ist toll ich möchte dabei sein.

00:42:22: Ich würde da gerne nochmal kurz nachhaken.

00:42:24: also wenn ich dich richtig verstehe die Begeisterung auch für sowas wie die Olympia-Mitallien Die ist groß.

00:42:33: aber Wenn ihr dann sagt wir brauchen jetzt Geld um das nachhaltig und langfristig so erfolgreich zu halten Dann sagen alle doch Nicht alle, aber schon auch die Absicht der Wille in solche Strukturen zu investieren und was wirklich dann nochmal aufs Next Level zu bekommen ist jetzt trotz aller Begeisterung nicht so groß.

00:43:00: Also die Entwicklung geht wirklich in eine neue Richtung.

00:43:04: Aber es ist erst seit zwei drei Jahren, aber es ist schon immer noch schwierig.

00:43:09: Da wirklich, das ist immer noch Überzeugungsarbeit definitiv.

00:43:12: Und eigentlich finden es wirklich viele toll.

00:43:15: aber wir wissen auch in welcher Wirtschaftslage wir uns da befinden.

00:43:19: Viele wollen das vielleicht auch, aber können's nicht.

00:43:21: Das muss man natürlich auch in Relationen setzen.

00:43:24: Aber ich glaube im Endeffekt ist es... Wir haben auch gerade über andere Formate geredet.

00:43:28: Es ist oft wie ... Wie ist die Sichtbarkeit?

00:43:31: Wie sind die KPIs?

00:43:34: Außen, wie ist die Liga-Formate?

00:43:36: Was ist der Social Media Revenue und so weiter.

00:43:39: Wenn das natürlich dann nicht bei der Frauenbarske oder Bundesliga so sexy ist, sagen schon auch viele ja okay das muss ich überlege ich mir nochmal oder ob ich denn in eine andere Sportart weil der Frauenfußball schon ein bisschen weiter ist.

00:43:53: Dann investiere ich da, weil im Endeffekt möchte ich auch den Frauensport unterstützen.

00:43:56: aber ich muss auch gucken für mein Unternehmen weiterführen kann und ich glaube da haben wir natürlich noch einen großen Vorteil, dass wir als Aberberlin schon Strukturen haben die einfach anders sind als viele andere Bundesligisten.

00:44:12: aber darum müssen wir als Gemeinschaft in dieser Bundesliga zusammenstehen.

00:44:17: Wir müssen mit der DBBL also mit der Liga zusammen Sponsoren gewinnen das wir halt einfach besser darstellen das ganze Produkt.

00:44:26: und ja dass es attraktiver wird für Investoren dass sie da reingehen.

00:44:31: Ich glaube, es ist noch ein langer Weg aber ich glaube die sportliche Exzellenz und auf welchem Weg wir uns gerade befinden wird hoffentlich bald für sich sprechen das immer mehr Leute Lust haben zu investieren weil ich glaube man kann mit relativ wenig extrem viel Imput haben.

00:44:50: und ja und das ist natürlich schön.

00:44:52: also wir haben jetzt einen Mädchen Turnier U-Achzen während der Weltmeisterschaft Und finde dafür mal Sponsoren, weil das ist eine Zielgruppe.

00:45:01: Es ist jetzt nicht die Sichtbarkeit aber im Endeffekt kommen da Mannschaften aus der ganzen Welt.

00:45:05: es ist die Next Generation.

00:45:08: Aber es gibt manche, die sagen total ich verstehe das und das ist mir auch wert.

00:45:12: und manche sagen Sorry dafür habe ich jetzt nicht das Geld.

00:45:16: also dass ist halt auch die Realität.

00:45:18: Oder sie kommen erst in die Reichweite quasi da, so Henne-Eye-Prinzip ein bisschen.

00:45:21: Das ist ja die Frauen Basketball-Weltmeisterschaft in Berlin.

00:45:27: Welche Kennzahl würde dir denn am deutlichsten zeigen, dass Frauenbasketball wirklich strukturell auf dem nächsten Level angekommen ist?

00:45:33: Es sind mehr Zuschauer, höhere Sponsoreneinnahmen, bessere Gehälter für die Spielerinnen.

00:45:38: Mehr reichweite Medienpräsenz, mehr hauptamtliche Stellen.

00:45:40: oder ist es das Bandel aus allem?

00:45:43: Das sind schon ganz gute Punkte, würde ich sagen!

00:45:47: Nein also ich glaube diese Frauenbm wird vieles zeigen.

00:45:52: Ich nehme das wahr, weil ich natürlich auch lange in dem Konstrukt war.

00:45:55: Wie viele Brands, Sponsoren, Creator große Namen interessiert sind bei dieser Frauen-WM Teil davon zu sein.

00:46:06: Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sind ausverkauft, wir haben große Arenen hier die wir in Berlin füllen mit der Uber Arena und der Mark Schmeling Halle.

00:46:15: das sind schon Zahlen vor ein paar Jahren und es ist gar nicht so lange her.

00:46:19: ich glaube drei Jahre haben wir in einer kleinen Halle in Wolfenbüttel vor fünfhundert gespielt.

00:46:24: also wenn man jetzt sagt dass das einfach die Entwicklung ist dass da auf einmal so viele Leute in die Hallen kommen und die Spielerinnen kennen Wir haben, glaube ich das beste Team mit fünf Spielerinnen aktuell in der WMBA.

00:46:40: Es ist das Bandel aus allen.

00:46:42: Bei jeder Kategorie muss ein Step nach oben gemacht werden und die WM führt alles

00:46:48: zusammen.".

00:46:48: Und dann liegt es an uns allen Playern, die beteiligt sind.

00:46:53: Dass das nicht nur ein Hype ist sondern dass es nachhaltig weiter ausgebaut wird.

00:46:56: Ja du hast ja schon jetzt mit dem Strukturwandel richtig beschrieben glaube ich.

00:46:59: Das Wort trifft es auf Alba Berlin zu und es trifft auch auf gesamten Frauen Basketball dazu.

00:47:05: Unser Podcast heißt ja Matchplan Sport Marketing.

00:47:07: deswegen wollen wir im letzten Bereich nochmal kurz über Sport Marketing Sponsoren und Athletenmarken sprechen.

00:47:13: Sponsoren ist wichtig für dich während deiner aktiven Karriere.

00:47:17: Die geben dir Geld, die geben dir auch Sichtbarkeit und unterstützen die Nationalmannschaft.

00:47:21: Man kann Trainingslager, Physio und alle möglichen Strukturen bezahlen.

00:47:27: Hat sich deine Wahrnehmung darauf verändert seit du auf der Vereinsseite sitzt?

00:47:31: Also denkst du mehr wie ein Sponsor und sagst liebe Spielerinnen ihr müsst ein bisschen bei Social was machen wir brauchen Reichweite.

00:47:38: wird sich da dein Blick verändert?

00:47:39: Ja gut, dass die Leute mich nicht sehen können.

00:47:41: Weil ich auf jeden Fall sehr schmunzel, ja klar natürlich.

00:47:44: Ich verstehe auch viele Facetten und ich glaube man muss da noch mal in der ganzen Thematik jetzt unterscheiden zwischen Individualsport und Mannschaftssport.

00:47:53: Im Mannschaftsport bist du natürlich immer sehr gebunden an die Sponsoren des Vereins aber das... Individuelle Sponsoring hat sich extrem geändert.

00:48:02: Also auf einmal gibt es auch die Private Deals, die sonst vielleicht eher in den Individualsportarten gab weil natürlich dann auch noch Unternehmen die Spielerin explizit haben wollen und davor ist es ein Mannschaftssport immer so.

00:48:15: okay du bist bei Verein XY ok Alba Berlin Adidas also bis zu alle Athletinnen tragen, Adidas.

00:48:23: Und das ist auch was es halt einfach so ein bisschen sich entwickelt hat wo auf einmal neue Möglichkeiten sind.

00:48:30: aber ich kann natürlich auch jetzt die andere Seite total verstehen was sie brauchen wie Sie ihre Brand natürlich unterbringen wollen Sichtbarkeit.

00:48:39: Ich gehe natürlich zum Spiel und guck auch ob der Bodenaufkleber die LED auch so funktioniert dass die Sponsoren bestmöglich gezeigt werden oder wenn sie vor Ort sind, dass man natürlich das alles so perfekt hinstellt.

00:48:52: Das war mir als aktive Spielerin nicht egal aber es war schon einfach sehr zweitrangig.

00:49:03: Wie blickst du denn in dem Zusammenhang auf dieses ganze Thema Personal Branding?

00:49:08: Also das sportliche Erfolg ist das eine und dann guckt man als Athletin eben nicht drauf, ob die LED wirklich alle ansehen.

00:49:17: Und das andere ist dass man heute ja sein eigener Creator sein soll seine eigene Medienpräsenz aufbauen soll unter Umständen auch noch für eine Brand werben soll.

00:49:27: wie stehst du zu diesem Thema?

00:49:29: geht Das einfach ohne noch oder?

00:49:32: Ich glaube es geht fast gar nicht mehr ohne.

00:49:34: Ich merke das ja jetzt auch, dass natürlich durch den Olympiasieg auch bei mir ein paar Diets privat angekommen sind und die ich auch trotzdem noch weiter, obwohl ich natürlich die Verbindung zu Alba Berlin habe, auch weiter ausüben werde weil man da private Partnerships hat, die da aufgekommen sind und das war für mich auf jeden Fall neu.

00:49:57: Ich habe das einfach im Ende meiner Karriere erst so das erste Mal ein bisschen mitgekriegt dass ich nicht immer nur an das gebundene Sponsoring Paket von einem Verein war sondern dass ich halt auch die Möglichkeit habe mich als Athletin selber anders zu positionieren auch dadurch Sachen möglich zu machen.

00:50:16: Ich glaube, das ist mir halt schon auch wichtig wenn ich mit Partnerships eingehe dass ich da auch immer gewissen bei mir geht es nicht immer oft über Social Media sondern dass ich mit den Partnern eine gewisse Option habe, dass sich mal ein Mädchen Turnier organisiere, dass ich Cams machen kann, dass wir einfach diese Sachen diese Power zusammenbringen.

00:50:38: Aber man sieht natürlich auch, dass durch dieses Creator Content Business extrem viel sich getan hat und einfach für viele Athletinnen und Athleten die hier vielleicht dann noch finanziell nicht davon leben konnten jetzt durch solche Deals besser davon leben können.

00:50:55: Wie sieht es denn mit dem Begriff Female Empowerment aus?

00:50:58: Ich vermute mal das du mit dem auch häufiger in Kontakt kommst jetzt in dieser Position damit schmückt man sicher als Unternehmen Ganz gerne mal, ist es aus deiner Sicht immer echtes Engagement oder schon auch mal ein bisschen Marketing-Sprecher hinterhinter?

00:51:15: Ohne dass ihr jetzt das so deine eigene... Nee.

00:51:18: Nein.

00:51:21: Das sowieso nicht.

00:51:22: Die sind alle super!

00:51:24: Vielmehr Empowerment ist ein großes Wort.

00:51:26: Ich bin aber auch mit voller Überzeugung zu Arbe Berlin bekommen weil sie mich extrem abgeholt haben.

00:51:33: bekannte Männerverein und ich meine ersten Gespräche waren mit Marco Baldi und Henning Harnisch, dass sie wirklich davon überzeugt waren und diesen Weg gehen wollen.

00:51:43: Und darf total dahinter stehen und sie mich komplett... unterstützt haben, respektiert haben mir beste Möglichkeiten gegeben haben und ich glaube das ist ein Riesenzeichen für einen Verein.

00:51:54: Und auch viel mehr Empowerment für alle Frauen da draußen.

00:51:58: dass ein großer Männerverein sagt sie machen Frauenbarskeball und dann holen Sie auch noch die ehemalige Kapitäninnen der Nationalmannschaft und setzen sie auf die Position obwohl sie keine Berufserfahrung in dem Sinne hat ist das glaub ich schon in ganz ganz vielen Seiten viel mehr empowerment Was glaube ich auch einen Riesenruck durch die Belegschaft gemacht hat und auf der Spielerin Seite war.

00:52:23: oft ist dieses Jobfeld oder der Job als Managerin in einem Verein gar nicht so präsent, dass es das überhaupt gibt.

00:52:31: Das möchte ich natürlich auch vermitteln.

00:52:34: die Profi-Spielerin gibt, dass es die Profitrainerin gibt aber das ist auch noch andere Jobfelder im Sport gibt und das ist das was ich mal angesprochen habe.

00:52:40: Dass wir da viele im System verlieren weil wir brauchen auch viele kluge Köpfe in der Strukturentwicklung und dann natürlich auch die weibliche Expertise und darum bin ich schon davon überzeugt dass wir das Thema viel mehr Empowerment denken.

00:52:54: Und darum haben wir auch dieses Zweitligateam hochgezogen und haben es mit einer weiblichen Trainerin von uns besetzt, weil wir sagen, wir haben zu wenig weibliche Headcoaches.

00:53:04: Wir wollen sie fördern – was sind die Möglichkeiten?

00:53:06: Okay!

00:53:06: Wir haben gerade keinen Team aber wir wollen's hochklassig machen dann wäre doch ein Zweitliga-Team genau das.

00:53:11: Das sind diese Ansätze, die vielleicht nach draußen gar nicht so sichtbar sind, aber die für uns wirklich Strukturentwicklung sind und auch einfach Perspektive schaffen, So funktioniert das auch, wenn wir dann auch diese Möglichkeiten schaffen und unsere eigenen Leute in unserem Verein unterstützen, diese Position irgendwann innezuhaben.

00:53:32: Der Hinweis auf das Management bringt mich praktisch perfekt zu unserer Abschlussrunde!

00:53:39: Wenn du mal auf deine Persönlichkeit schaust welche Eigenschaft aus dem Spitzensport glaubst du hilft dir jetzt heute in diesem Berufsleben auf dieser Management-Ebene am meisten?

00:53:51: Ich glaube, es sind Umgang mit schwierigen Situationen, Drucksituationen.

00:53:56: Und ich finde Feedback-Kultur ist ein Thema was einfach viel zu wenig im Berufsleben so gelebt wird und das ist sowas wo ich aber überhaupt kein Problem mit habe.

00:54:06: Also darum ist es... ich hab schon viele Situationen wo ich manchmal nicht wusste wie, aber ich hab kein Problem das auch offen anzusprechen dass es gerade nicht gut läuft oder dass ich Hilfe brauche oder halt einfach wie sieht's aus?

00:54:20: Es gibt natürlich auch die Disziplin, Orgasachen.

00:54:24: Wie man halt einfach durch so einen Tag irgendwie strukturieren kann klar.

00:54:27: aber ich glaube für mich war es ein bisschen dieses Umgang mit Rückschlägen auch ganz klar.

00:54:33: transparent sein das ist mal gut oder schlecht läuft weil ich glaube dass wollen viele immer nicht so zeigen und einfach so diese Feedback Kultur ist was was mir glaube ich sehr hilft auch damit ja relativ guten Mindset durchzugehen.

00:54:47: Tolle Antwort, wirklich inspirierend finde ich.

00:54:48: Ich habe mir das gerade nochmal irgendwie den Kopf geöffnet.

00:54:51: Vielen Dank!

00:54:51: Es war wirklich ein bunter Rundflug über deine Karriere, über deine Sicht auf Sport, auf Sportmanagement und die Entwicklung des Basketballs, Dreiextreihe oder auch der Frauenbasketball im Speziellen.

00:55:00: Wir haben eine traditionelle Schlussfrage, dass so ein bisschen größer betrachtet wird.

00:55:06: in einem Satz wenn es geht.

00:55:08: Warum brauchen wir Sport heutzutage?

00:55:10: Das kann ich ganz kurz halten.

00:55:12: Sport verbindet.

00:55:14: Wir sind in so einer wilden Welt gerade.

00:55:18: Und ich glaube, Sport hat die Power, jeden und alle zu verbinden!

00:55:22: Ja, danke schön!

00:55:23: Vielen Dank, Svenja!

00:55:24: Danke auch!

00:55:25: Das war Matchplan-Sportmarketing.

00:55:28: Vielen Dank nochmal an Svenja Brunkhorst für diese spannenden Einblicke vom Olympiasieg über den Karrierewechsel bis hin zur Zukunft des Frauen-Bars-Geballs – und die Chancen für Marken im Sport.

00:55:40: Wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns wie immer über Bewertungen und Kommentare.

00:55:46: Und natürlich könnt ihr die Episode teilen in den sozialen Medien und auf den Kanälen eurer Wahl!

00:55:52: Danke Michael, danke an alle fürs Zuhören.

00:55:57: Ich bin Bettina Sonnenschein und wir hören uns hoffentlich in der nächsten Folge von Matchplan Sport Marketing.

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